Vier Gruppen sind eingezogen

Die Schatzkiste ist geöffnet: In Wabern gibt es einen neuen Kindergarten

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Drinnen spielen die Kinder, draußen gehen die Arbeiten voran: Das Außengelände ist noch nicht fertig. 

Wabern – Ein wenig Wehmut war dabei: Die Uttershäuser Kinder und Erzieher sind mit Sack und Pack aus ihrem lieb gewonnenen Kindergarten raus und in die neue Kindertagesstätte in Wabern gezogen. Sie sind ein Teil der „Schatzkiste“, so der Name der neuen Betreuungseinrichtung am Reiherwaldweg.

 „Die Kinder sind die Schätze der Eltern und Familien. Und wir sind die Kiste, wo die Schätze hineinkommen“, erklärt Kerstin Stieglitz den Namen.

Die 56-Jährige leitet die Einrichtung. Sie ist aus Kassel nach Wabern gewechselt. Zuletzt hat die Diplom-Pädagogin die Betriebskindertagesstätte des Klinikums geführt. In der Spitze wird sie für sechs Gruppen, 124 Kinder und 22 Mitarbeiter verantwortlich sein. Das wird aber wohl erst Ende des Jahres der Fall sein. Bislang sind vier Gruppen im Neubau untergebracht – die zwei aus Uttershausen, eine altersübergreifende Gruppe mit Kindern von zwei bis sechs Jahren sowie eine Krippengruppe. Das macht 61 Kinder. Nach und nach kommen weitere hinzu. Darunter auch jene, die bislang auf einer Warteliste standen. Bei einem Teamwochenende haben die Erzieher ein Konzept erarbeitet. Die Einrichtung arbeitet teiloffen.

Das bedeutet: Die Kinder sind bis zum Frühstück in ihren Gruppen. Dies sei wichtig für das soziale Lernen und die Bindung der Kinder. Nach dem Frühstück geht es mit der Kinderkonferenz weiter. Die Erzieher stellen ihre Angebote vor. Die Kinder können wählen, ob sie etwa in den Bewegungsraum, den Forscherraum oder in das Atelier möchten, erklärt Kerstin Stieglitz.

Über all dem steht die Idee des nachhaltigen Lebens und Lernens. Die Umweltpädagogik soll bei der „Schatzkiste“ eine große Rolle spielen. Wenn Stieglitz von den Plänen spricht, fallen Stichwörter wie „Haus der kleinen Forscher“, generationsübergreifende Arbeit und Waldpädagogik. Möglichkeiten, ist sich die Leiterin sicher, gibt es in Wabern genug.

Die Nachbarn von der Feuerwehr haben sich schon angemeldet, bis zum Reiherwald, den Störchen und dem Altenwohnheim ist es auch nicht weit. Und dann gibt es ja noch das Außengelände. Wo noch die Bagger rollen, sollen ein Naschgarten, Hügel, Hecken und Hochbete entstehen. Wippe, Rutsche und Schaukel sind auch eingeplant. Als Eldorado für die Kinder bezeichnet Stieglitz den Sportboden, auf dem sie nach Herzenslust spielen können. Die Uttershäuser Kinder sind inzwischen voll und ganz in der neuen Einrichtung angekommen. „Sie sind schon selbstverständlich da.“

Quelle: HNA

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