Bernd Lohr ist neuer Sitzungspräsident

Er scherzt über der Gürtellinie

Dem Karneval schon lange verbunden: Der neue Sitzungspräsident des FCV, Bernd Lohr (Mitte), mit den beiden Zeremonienmeistern Jochen Etzel und Martin Döhrer. Foto: Schorn

Frielendorf. Der neue Sitzungspräsident des Frielendorfer Carneval Vereins (FCV) heißt Bernd Lohr. Er tritt nach dem Tod von Hans Knott in dessen Fußstapfen.

„Hans Knott war eine Koryphäe“, sagt Vereinspräsident Friedrich-Karl Trescher. Jahrelang leitete er mit seinem unnachahmlichen Wortwitz die FCV-Sitzungen und hinterließ dort eine große Lücke. „Es gab Befürchtungen, dass die Sitzungen ohne ihn nicht weitergehen“, erläutert Trescher. Doch diese Befürchtungen haben sich mittlerweile zerschlagen.

Ende Oktober trat der FCV-Vorstand an Bernd Lohr aus Borken-Lendorf heran und fragte ihn, ob er das Amt des Sitzungspräsidenten für die 43. Kampagne unter dem Motto „Packt Euch auch die Bürger-Wut – beim FCV tankt frischen Mut!“ übernehmen wolle. „Ich kann nicht Nein-sagen“, erklärt Lohr, der von Beruf Spezialist für Hochspannungstechnik ist und fügt hinzu: „Außerdem kann ich ja den Verein nicht hängen lassen.“

Dort ist er kein Unbekannter. Seit 20 Jahren ist er mit dem Frielendorfer Karneval verbunden und trat jahrelang als viel beklatschter Büttenredner auf.

„Wir wollten jemanden aus den eigenen Reihen“, sagt Friedrich-Karl Trescher zu der Entscheidung. Zudem müsste ein Sitzungspräsident, der bei den Karnevalsveranstaltungen durch das Programm führt, eine spezielle Ausstrahlung haben. Die scheint der Vater dreier Kinder zu haben. Dabei will er keine Kopie von Hans Knott sein. „Es wird auf jeden Fall anders werden, als das Publikum es gewohnt ist“, sagt Bernd Lohr. So würde sich der Kontakt zu den Zuschauern sicher wandeln.

Einige Änderungen verrät er schon jetzt: „Das Ende der Sitzung wird komplett erneuert.“ Zudem wird Lohr in verschiedene Rollen schlüpfen, wie beispielsweise in die eines Militärs oder eines Pantoffelhelden. Bei seiner Arbeit wird Lohr tatkräftig vom Vorstand des FCV unterstützt: „Soviel Blödsinn kann einem alleine gar nicht einfallen“, sagt er und lacht.

Seit November vergangenen Jahres probt Bernd Lohr, der auch bei den Ohe-Spatzen singt, für seinen Auftritt. „Ich schreibe mir meine Witze und Texte aus Büchern und dem Internet zusammen“, berichtet er. Aber natürlich bringe er auch seine eigenen Ideen ein.

„Wichtig ist, dass es nicht unter die unter die Gürtellinie geht. Wenn, dann soll es zotig mit Niveau werden“, findet Bernd Lohr. Er möchte dem Publikum einen schönen Abend bieten und hofft, dass es sich gut unterhalten fühlt und lacht. „Ein bisschen Lampenfieber habe ich schon“, gibt er zu. „Ich hoffe, dass die Leute mich als neuen Sitzungspräsidenten annehmen.“

Und warum ist er seit 20 Jahren in einem Karnevalsverein? „Karneval ist ein Stück Kultur, das man pflegen und weitergeben sollte.“ Außerdem habe er in dem Frielendorfer Verein viele Freunde und Bekannte und fühle sich dort wohl.

Von Michael Schorn

Quelle: HNA

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