Schützenverein Hebel feiert Renovierung und will Jugendliche für den Sport gewinnen

Schießen in neuem Licht

Vereinsvorsitzender Kevin Schröder im Glück: Nach jahrelanger Planung und monatelangem Umbau kann er nun den renovierten Schießraum des Schützenvereins Hebel 1965 präsentieren. 3000 Euro hat der Umbau gekostet. Fotos: Nickoll

Wabern. Kevin Schröder ist stolz und ernüchtert zugleich: Der Vorsitzende des Schützenvereins Hebel ist glücklich, dass der Schießraum kurz vor Beginn der Luftgewehrsaison fertig renoviert worden ist. „Wir haben ungezählte Arbeitsstunden investiert“, sagt Schröder.

Andererseits fühle er sich etwas allein gelassen vom Hessischen Schützenverband. Dieser verpflichte die Vereine dazu, alle sechs Jahre Gutachter zu bestellen, die überprüfen, ob Schießstand und Co. den Sicherheitsstandards entsprechen. Aber finanzielle Unterstützung gebe es nicht.

Das Gutachten könne bis zu 600 Euro kosten. „Das ist sehr viel für einen kleinen Verein. Aber jetzt haben wir ja erstmal sechs Jahre unsere Ruhe.“ Das jüngste Gutachten habe den 70 Mitglieder zählenden Verein 300 Euro gekostet.

Seit 1978 schießen die Hobbyschützen im ehemaligen Raiffeisenlager in Hebel. Die Zahl der Schießstände, acht an der Zahl, ist gleich geblieben. Im Raum musste seitdem aber einiges erneuert werden.

„Die Decke wurde begradigt, der Fußboden abgeschliffen, die Wände glatt gemacht“, erzählt Schröder. Der Teppich hinter den Schießscheiben wurde herausgerissen, und die Mittelsäulen wurden vergipst. Auch Decke und Wände wurden mit Gipsplatten verkleidet, damit sie den Sicherheitsstandards entsprechen. Ferner wurden Schießstände und Lampen ausgetauscht.

Das meiste hat Friedrich Eckhardt, Vater der Bundesligaschützin Marion Eckhardt, gemacht: „Er war täglich hier und hat seinen Urlaub hier verbracht“, berichtet Schröder. Insgesamt habe die Renovierung 3000 Euro gekostet. „1200 Euro haben wir allein durch Spenden beim Frühschoppen eingenommen.“

Die Renovierung soll jetzt gefeiert werden. Der Zufall wollte es, dass der Deutschen Schützenbund (DSB) die Hebeler einlud, sich am Wochenende des offenen Schützenhauses am Samstag, 6., und Sonntag, 7. Oktober, zu beteiligen.

Hoffnung auf Nachwuchs

„Es hat gut gepasst“, sagt Schröder, weil der Verein sowieso die Räume einweihen wollte. „Marion Eckhardt kommt und wir hoffen, dass das Besucher anzieht.“ Es gibt ein Pokalschießen für alle Altersklassen und am Sonntag, ab 13.30 Uhr ein Showschießen mit Eckhardt. Schießzeiten sind Samstag, 14 bis 19 Uhr und Sonntag, 11 bis 14 Uhr. Doch der Schützenverein steht auch vor Problemen: Zurzeit sind nur acht Jugendliche Vereinsmitglieder. „Weniger Neue kommen nach, als Ältere wegsterben. Wir hoffen, dass wir viele Jugendliche am Wochenende begeistern.“

Von Nina Nickoll

Quelle: HNA

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