Auszubildende von B.Braun bauten Kunstwerk: Ein Schiff für die Zukunft

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Auszubildende der Firma B.Braun bauten im Foyer des neuen Ausbildungszentrums in Melsungen zusammen mit Axel Becker, Leiter der Technischen Berufsausbildung (links), und dem Künstler HA Schult (Mitte vorne) das Kunstwerk „Future Inside“ auf.

Melsungen. Die Auszubildenden der Firma B. Braun Melsungen wollten etwas Ausgefallenes, etwas Verrücktes machen. In vier Workshops haben sie in Zusammenarbeit mit dem Künstler HA Schult das Kunstwerk „Future Inside“ entworfen.

Mit dabei waren 26 Azubis aus den sechs deutschen Fertigunsstandorten, zwei Praktikanten sowie zwei Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretung. Seit Montag steht das fünf Meter hohe und sechs Meter lange Gebilde im Foyer des neuen Ausbildungszentrums in Melsungen. Aber es ist nicht irgendein Kunstwerk. Es ist ein Abschiedsgeschenk für Ludwig Georg Braun.

Im März wurde ihm das Kunstwerk anlässlich seiner Pensionierung gewidmet. Seitdem lagerte es in Einzelteilen in einem Container. In einem fünften Workshop wurde gestern zehn Stunden lang gebaut, gebohrt und geschraubt.

Es sieht aus wie ein Schiff. Der große Rumpf aus Holz ist bemalt mit bunten Schriftzügen. Wörter wie Zukunft, Stärke, Ausbildung und Verantwortung fallen sofort ins Auge.

Im Innern des Schiffes ist es fast dunkel. Es leuchten zwölf Bildschirme, und es sind Stimmen zu hören - die Stimmen der 26 jungen Leute, von denen einige ihre Ausbildung mittlerweile beendet haben.

Zu sehen sind kleine Videos. „Wir durften ganz spontan erzählen, was wir mit dem Thema Zukunft und der Firma B. Braun verbinden“, sagt Sandra Loettel. Sie hat vor kurzem im Werk Tuttlingen ihre Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin abgeschlossen.

Auf dem Schiffsrumpf steht außerdem ein Lebensbaum. An seinen Ästen baumeln statt Blättern Medizinprodukte der Firma: Infusionsflaschen, Gummihandschuhe, Scheren, Dialysatoren.

Der Lebensbaum steht für die Kraft der Natur, für Erneuerung und Wachstum. Es ist sozusagen ein Schiff in die Zukunft mit dem Fortschritt an Bord“, erklärt Niko Mahler, Auszubildender für Maschinenbau in Radeberg. Zwischen den Ästen blinkt die Leuchtschrift „Sharing Expertise“ (Wissen teilen). Das Unternehmensmotto steht für die Begriffe Innovation, Nachhaltigkeit und Effizienz.

„Das wollten wir künstlerisch umsetzen. Etwas für die Zukunft schaffen und uns somit bei Dr. h.c. Ludwig Georg Braun für eine gute Zukunftsperspektive bedanken“, erzählt die angehende Industriekauffrau Anja Metz. Axel Becker, Leiter der Technischen Berufsausbildung, und Holger Minning von der Unternehmenskommunikation wissen: „Unsere Auszubildenden repräsentieren die Zukunft und somit unser Unternehmen. Sie hatten deshalb völlige künstlerische Freiheit.“

Dass das eine tolle Erfahrung war finden auch Timo Jerchel, Logistik-Student, und Daniel Schalo, angehender Technischer Produktdesigner: „Es war klasse, im Team zu arbeiten und sich auszutauschen, da wir die Azubis aus den anderen Werken nicht kannten.“ Künstler HA Schult sieht in dem Projekt mit den Auszubildenden ebenfalls etwas Besonderes. Nicht nur, weil Arbeitswelt und Kunst zusammentreffen. „Es ist die Vorwegnahme ihrer Träume. Die Auszubildenden zeigen, was sie von der Zukunft, die vor ihnen liegt, erwarten.“ (nsk)

Quelle: HNA

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