In Kerstenhausen schlugen Unbekannte schon in 31 Fällen zu – Schaden: 1800 Euro

Der Schilderdieb geht um

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Schilderchaos in Kerstenhausen: An einigen Ecken hängen sie noch, in vielen Straßen stehen nur noch leere Schilderständer.

Kerstenhausen. Nicht „Schlaflos in Seattle“, sondern „Orientierungslos in Kerstenhausen“ könnte der Titel sein, würde man die Geschichte vom merkwürdigen Schilderklau im Borkener Stadtteil verfilmen.

Insgesamt 31 Straßenschilder wurden dort von Unbekannten abgeschraubt. In ganzen Straßenzügen fällt in Kerstenhausen die Orientierung für Auswärtige schwer.

Eine ärgerliche Sache

Ortsvorsteher Ernst Wilhelm findet die Sache ziemlich ärgerlich. Er habe aber keine Ahnung, wer dahinter stecke, sagte er. Einige Schilder seien später irgendwo wiedergefunden worden, etwa in einem Glascontainer.

Um Souvenirjäger kann es sich bei den Dieben wohl nicht handeln, denn von manchen Straßen fehlen gleiche mehrerer Schilder. Allein von der Hoheneicher Straße fehlen acht Wegweiser.

Den Gesamtschaden beziffert die Stadt Borken auf 1800 Euro, Anzeige bei der Polizei wurde erstattet. Die Diebe waren zweimal am Werk, einmal im November und einmal im Januar; im zweiten Fall verschwanden 22 Wegweiser.

Den reinen Materialwert gibt Siegfried Bank, Pressesprecher der Stadt Borken, mit 35 Euro an. Allerdings kommen noch Personalkosten für die Anbringung und Kleinteile hinzu, sodass es sich auf um die 60 Euro summiert. Jenseits vom Sachschaden könne es Probleme geben, wenn eine nicht ortskundige Notarztwagenbesatzung schnell eine Straße finden müsste.

Ortsvorsteher Ernst Wilhelm hofft, dass die Einwohner die Augen offenhalten. Damit bald wieder jeder weiß, wo es langgeht in Kerstenhausen.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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