Der alte Charme soll bleiben

Schirnen am Homberger Marktplatz werden zum Eiscafé umgebaut

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Sie sollen zum Blickfang werden: Die zwei linken Gewölbekeller der Schirnen am Homberger Marktplatz werden zu einem Eiscafé umgebaut.

Homberg. Ein bisschen urig sieht es aus, und auch ein bisschen wie aus einer längst vergangenen Zeit, wenn man die alten Gewölbekeller am Homberger Marktplatz betritt.

In der einen Ecke liegen ein paar Steine, in der anderen stehen die ersten Gerüste bereit. In den Schirnen soll demnächst mit den Arbeiten wegen des Denkmalschutzes begonnen werden. Wenn alles gut läuft, kann dort schon Ende Mai Eis gegessen werden. Bekim Rushiti hat die Schirnen gekauft und wird mit seinem Eiscafé „Cortina“ dort einziehen, das sich schon am Marktplatz befindet.

Bis es so weit ist, gibt es aber noch einiges zu tun im Gewölbekeller, der unter Denkmalschutz steht. Kleine Rundbögen müssen abgestützt, Basaltsteine freigelegt und die Räume trockengelegt werden. Das sei zunächst der wichtigste Schritt, sagt Architekt Albert Hess. Er ist für die Sanierung zuständig.

Die Gerüste sind schon da: Bevor es der Sanierung in den Schirnen losgehen und Bekim Rushiti (Foto) mit seiner Eisdiele einziehen kann, muss der Gewölbekeller trockengelegt werden.

Der rechte Teil der Schirnen ist nass. Wasser und Feuchtigkeit dringen über den Kirchplatz – der nie richtig abgedichtet worden sei – in den Gewölbekeller ein, erzählt Hess. „Wir müssen jetzt erst mal alles trockenlegen“, sagt er. Und das, ohne den Kirchplatz aufzureißen. „Das wäre viel zu teuer und nicht bezahlbar.“ Deshalb werde es an der Gewölbedecke in den nächsten Jahren immer wieder nass werden, sagt Hess. „Das muss uns bewusst sein.“

Sandsteinteile und Ornamente sollen erhalten werden, die kleinen Fenster einer großen Glasfassade weichen, welche bis zum Boden reicht. So werde alles freundlich und hell, sagt Hess. „Wir wollen Transparenz schaffen. Die Glastüren sollen aufgeschoben werden können.“

Küche und Verkaufstresen

Im Sommer sollen Gäste ihr Eis vor den Schirnen genießen können, dort sollen ebenfalls Sitzplätze entstehen. Im linken Teil des Gewölbekellers werde sich der Gastraum befinden, im rechten Teil der Schirnen gebe es nach Abschluss der Arbeiten den Verkaufstresen mit Küche für die Eisherstellung sowie die Toiletten. „Alles wird behindertengerecht umgebaut und ist dann auch für Rollstuhlfahrer erreichbar“, sagt der Architekt.

Die Wände sollen zunächst nur verputzt werden. Möglicherweise würden die Basaltsteine freigelassen, erzählt Hess. So könne der alte Charme des Gewölbekellers zur Geltung kommen.

Außerdem werde eine Fußbodenheizung verlegt, der Boden soll gefliest werden. Eigentümer Bekim Rushiti ist froh, dass es endlich losgeht: „Ich freue mich sehr. Es hat lange gedauert“, berichtet er. Insgesamt fünf Jahre hätte er darauf warten müssen, dass er die Schirnen kaufen und mit ihrem Umbau beginnen könne. Mit den Umbauarbeiten soll laut Albert Hess spätestens im März begonnen werden. Eine Eröffnung sei dann bereits im Mai möglich. Die Kosten werden sich voraussichtlich im „niedrigen sechsstelligen Bereich“ befinden, so der Architekt. Für das Projekt soll es auch Unterstützung vom Leader-Programm geben.

Quelle: HNA

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