Schlägerei in Diskothek - Verhandlung eingestellt

Treysa. Mit einem Schlag ins Gesicht hatte ein 26-Jähriger aus dem Altkreis Ziegenhain einen Besucher in einer Schwalmstädter Diskothek zu Boden gestreckt. Die Tat ereignete sich im November vergangenen Jahres. Jetzt musste sich der 26-Jährige wegen Körperverletzung vor dem Amtsgericht in Treysa verantworten.

Durch seine Anwältin ließ der Angeklagte verlauten, dass er sich nicht zu dem Vorwurf äußern wolle.

Der 21-jährige Geschädigte aus dem Altkreis Ziegenhain sagte als Zeuge vor Gericht aus, der Vorfall habe sich im Toilettenbereich der Diskothek ereignet. Er gab an, der Schlag sei unverhofft und ohne eine vorherige Auseinandersetzung erfolgt, als er bereits im Begriff gewesen sei, das Lokal zu verlassen. Wer ihn geschlagen und im Gesicht getroffen habe, könne er nicht sagen. Ein Freund habe in einiger Entfernung von ihm gestanden.

„Ich bin hingefallen und dann kamen die Türsteher und haben uns rausgeworfen“, berichtete der Geschädigte. Ob er selbst die Polizei verständigt hatte, dessen war er sich vor Gericht unsicher.

Durch den Schlag zog sich der 21-Jährige eine Prellung im Bereich des Jochbogens zu. Er sagte aus, die Polizei habe ihm aufgrund seiner Gesichtsverletzung geraten, das Krankenhaus aufzusuchen.

„Im Krankenhaus habe ich nichts mehr gesehen“, erzählte er. Es habe eine Woche gedauert, bis die Schmerzen nachgelassen haben. Sein Auge sei geschwollen gewesen, aber nicht weiter verletzt.

Durch seine nüchterne Schilderung der Geschehnisse hinterließ der Geschädigte vor Gericht einen äußerst gefassten und beinahe teilnahmslosen Eindruck. „Der Vorfall scheint Sie nicht besonders mitgenommen zu haben“, bemerkte der Richter.

Der Angeklagte, der laut Richter an einem Täter-Opfer-Ausgleich zuvor kein Interesse gezeigt hatte, entschuldigte sich bei dem 21-Jährigen: „Es tut mir leid, dass das so passiert ist.“

Auf die Vernehmung der sieben weiteren geladenen Zeugen, von denen zwei vor Gericht nicht erschienen waren, wurde daraufhin verzichtet. Nach einer Verhandlungszeit von rund 20 Minuten wurde das Verfahren gegen den 26-Jährigen eingestellt. (zhk)

Quelle: HNA

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