Der frostige Winter hat bereits große Schäden an den Fahrbahnen hinterlassen

Schlagloch-Alarm in den Straßen

Schwalm. Überall ist der Schnee in der Schwalm mittlerweile fast vollständig getaut und legt zahlreiche Schlaglöcher in den Straßen frei. Betroffen sind laut der Straßenmeisterei Schwalmstadt fast alle Straßen im Kreisteil, außer den Neubaustrecken. „Für eine genaue Bilanz ist es noch zu früh“, sagt Helmut Grabe, Leiter der Schwalmstädter Straßenmeisterei. „Vor allem in den höher gelegenen Straßen ist derzeit noch Frost.“

Denn durch Wasser, das in Straßenrisse läuft und dann friert, entstehen die Buckelpisten. „Eis hat ein größeres Volumen als Wasser“, erläutert Helmut Greb. Momentan werden die Schlaglöcher mit Kaltmischung von den Mitarbeitern der Straßenmeisterei und den Kommunen Zug um Zug geflickt.

Provisorisch geflickt

„Allerdings nur provisorisch“, stellt der Straßenmeisterei-Leiter klar und fügt hinzu. „Erst ab dem Frühjahr können die Löcher mit Warmmischgut gekittet werden.“

Ähnlich sieht es in Schwalmstadt aus. „Der Winter ist noch nicht vorbei, aber wir rechnen mit größeren Schäden“, sagt auch Schwalmstadts Bürgermeister Wilhelm Kröll.

Weil auch noch im Februar mit Frost zu rechnen sei, sei es für eine detaillierte Bestandsaufnahme noch zu früh. Die sei für das Frühjahr vorgesehen, sagt Kröll, und dafür würden auch alle Ortsbeiräte angeschrieben.

200.000 Euro reichen nicht

Durch die Schneemassen der vergangenen Wochen habe sich die Situation aber sicher verschlimmert. Im neuen Haushaltsplan 2011 seien für die Straßensanierung 200.000 Euro veranschlagt. „Das wird aber voraussichtlich nicht reichen“, meint der Bürgermeister. In der Großgemeinde Willingshausen ist man auch nach dem Tauwetter guten Mutes. Schlaglöcher auf den Gemeindestraßen sind hier kein Thema.

„Die Straßen unserer Gemeinde sind, ausgenommen der Baustellen, in gutem Zustand“, erklärt Bürgermeister Heinrich Vesper.

Sorge bereiten dem Rathauschef allerdings die Verbindungsstraßen zwischen den neun Ortsteilen der Gemeinde. Da sehe es ganz anders aus.

Wegen der Schlaglochpisten auf den Kreis- und Landesstraße stehe die Gemeinde verstärkt mit dem Ministerium und der Straßenmeisterei in Verbindung, sagt Vesper. (mso/jkö/syg)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare