Schlierbacher sind sauer: Umleitung ist mangelhaft ausgeschildert

Schwerverkehr: Laster fahren in Schlierbach dort, wo sie nicht hingehören.

Schlierbach. Stocksauer sind die Anwohner der Straßen Untergasse, Im Kirchfeld und Im Haimbach in Schlierbach. Tag und Nacht fahren Autos und Schwerlaster an ihren Häusern vorbei und bleiben auf den angrenzenden Feldwegen stecken.

Grund der Verkehrsbelastung vor der Haustür von Margit Vogt und Christa Horn und vielen anderen: Die Ortsdurchfahrt ist wegen Kanalarbeiten gesperrt. Autofahrer, die von der Autobahn kommen, landen in Schlierbach, weil die Umleitung Richtung Schwalmstadt mangelhaft ausgeschildert ist und die Fahrer sich auf ihre Navigationsgeräte verlassen.

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Richtige Schilder fehlen

"Es ist unerträglich und gefährlich", schimpft Christa Horn. Laster überrollen die kleine Grünfläche an ihrem Haus in der Untergasse, nutzen sie als Wendeplatz und fragen in einem zum Teil wenig freundlichen Ton nach dem Weg.

Ein großer Laster hatte es am Montag in den frühen Morgenstunden am Haus von Margit Vogt vorbei geschafft. Doch kurz darauf kam er zurück - im Rückwärtsgang. Beim Rangieren beschädigte er die Einfriedung ihres Hauses. "Man muss Angst haben, dass noch mehr passiert", sagt Vogt.

Deshalb haben die Anwohner des Gebietes einen Brief mit 42 Unterschriften an Bürgermeister Kai Knöpper geschrieben. Darin schildern sie die Gefahren und machen auf Schäden an den Wegen aufmerksam. Mit Polizeikontrollen und dem Hinweis, die Beschilderung in Waltersbrück reiche, wollen sie sich nicht zufrieden geben.

Verständnis äußerte Bürgermeiser Kai Knöpper in seiner Antwort. Er habe den Ordnungsbehördenbezirk Borken gebeten, die Autofahrer zu kontrollieren. Auf eine Besserung hoffen die Anwohner nun nach einer Verkehrsschau, die für den Freitag, 4. März, angesetzt ist.

Dabei geht es vor allem um eine bessere Ausschilderung der Umleitung nach Schwalmstadt, damit Laster und Pkw nicht mehr über die Feldwege fahren.

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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