Schlitten prallt gegen Zaun

Knüllwald: Vier junge Leute bei Unfall mit Trecker verletzt

Der Rettungshubschrauber musste eine 19-Jährige aus Ludwigsau ins Kasseler Klinikum fliegen.
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Der Rettungshubschrauber musste eine 19-Jährige aus Ludwigsau ins Kasseler Klinikum fliegen.

Bei einem Unfall mit einem Pferdeschlitten in Knüllwald-Rengshausen wurden am Montagmorgen drei Jugendliche schwer und eine junge Frau leicht verletzt. Die drei jungen Leute mussten ins Krankenhaus gebracht werden, eine 19-Jährige aus Ludwigsau wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Kassel geflogen.

Schwalm-Eder - Wie die Polizeidirektion Homberg mitteilt, hatte ein 53-jähriger Schlepperfahrer aus Rengshausen am Montag gegen 11.30 Uhr einen auf Kufen laufenden Pferdeschlitten hinter seine Zugmaschine gespannt. Zwei 19-Jährige aus Knüllwald, eine 18-Jährige aus Fritzlar und eine 19-Jährige aus dem benachbarten Ludwigsau nahmen auf dem Schlitten Platz, den der Trecker durch die Schneelandschaft zog.

Der Unfall ereignete sich in der Feldgemarkung nahe der Straße Zum Lärchengarten: In einer Rechtskurve zog der Fahrer den Traktor nach rechts, wodurch der Schlitten ausscherte und nach links gegen einen Zaunpfosten krachte.

Bei dem Aufprall wurden die Schlittenfahrer schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt, berichtet Polizeisprecher Markus Brettschneider von der Polizeidirektion Homberg.

Unter den Verletzten befand sich eine 19-Jährige aus Ludwigsau, die der Rettungsdienst per Helikopter ins Kasseler Klinikum brachte. Ein 19-jähriger Mann und eine ebenfalls 19-jährige Frau, beide aus Knüllwald, wurden ins Krankenhaus Bad Hersfeld gebracht. Nur eine 18-Jährige aus Fritzlar kam mit leichteren Prellungen davon.

Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Unternehmungen, bei denen Fahrzeuge mit Schlitten oder Hängern miteinander verbunden oder Skifahrer gezogen werden. Solche Aktionen waren in den vergangenen winterlichen Tagen nicht selten: Auch in Frielendorfer Ortsteilen wurden Geländewagen und Quads gesichtet, die als Zugmaschinen für Menschen auf Schlitten dienten.

„Die Zahl solch gefährlicher Ereignisse nimmt tatsächlich zu“, berichtet Markus Brettschneider: Er führt sie auf einen zu unbedarften Umgang vieler Menschen mit dem Schnee und den Gefahren zurück. Der Unfall in Rengshausen zeige, welch fatale Folgen ein solcher „Spaß“ haben könne. Jetzt gehe es um Fragen wie nach der Verantwortlichkeit und Schadensersatzansprüchen: Bei solchen Unfällen könne auch ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden. (Raphael Digiacomo)

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