AG Vor- und Frühgeschichte: Wissenschaftler ordneten Fund von 1986 ein

Schlüssel aus der Römerzeit

Rhünda/Harle. Es war im Jahr 1986: Der inzwischen verstorbene Alfred Pflüger von der Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte Gensungen findet unweit der Straße von Rhünda nach Harle einen Bronzeschlüssel.

Er wird nicht mehr erfahren, was Wissenschaftler nach dem jüngsten Scherbenkongress der Arbeitsgemeinschaft nach Angaben der Gensunger Freizeitforscher inzwischen herausgefunden haben: Dr. Thorsten Sonnemann von der Goethe-Universität Frankfurt fand ein Vergleichsstück aus Ochsenfurt-Hopferstadt, das als Steckschlüssel aus der römischen Kaiserzeit identifiziert (Christi Geburt bis 375 nach Christus) wurde.

Schon zur Fundzeit hatten die Gensunger Freizeitforscher vermutet, dass es sich dabei um einen Schlüssel für ein Behältnis aus der römischen Kaiserzeit handelt. Nun stellt sich für die Arbeitsgemeinschaft die Frage, wo das Behältnis ist, zu dem der Schlüssel passt und welcher Römer ihn zu welchem Zeitpunkt verloren hat.

Die Arbeitsgemeinschaft stellt noch weitere Fragen. Etwa die: Gehören einige Funde, die wie der Schlüssel in unserer Region gefunden wurden, in die Zeit der römischen Feldzüge? Schließlich ist es naheliegend, dass römische Heere auf dem Weg von der Lahn über Hedemünden an die Elbe durch die niederhessische Senke und damit auch durch Felsberger Gebiet zogen. Um solche und andere Fragen geht es deshalb bei zwei Vorträgen, zu denen die Arbeitsgemeinschaft die Öffentlichkeit für den 19. November einlädt. (lgr)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare