Frühlingskonzert: Schöne Stimmen interpretierten erlesene Klassik

Das Eis schmolz dahin

Begrüßten den Frühling musikalisch: von links Pianistin Roswitha Aulenkamp, Johanna Heinze (Sopran), Martina Olbrich (Alt) und Julia Weppler (Sopran) im Saal des Erlenhofes. Foto: Heist

Rückershausen. Für Liebhaber klassischer Musik hielt das Opern- und Gesangsstudio Theodor Hoffmeyer im Konzertsaal des Erlenhofes in Rückershausen einen Höhepunkt bereit. Unter dem Motto „Vom Eise befreit“ gaben Martina Olbrich (Alt) und Johanna Heinze (Sopran) ihr erstes eigenes Konzert.

Sie präsentierten eine Vielfalt an Werken aus Oper, Operette und Musical und begeisterten das Publikum mit Liedern und Arien aus Barock, Romantik und Moderne.

Ihren großen Auftritt hatte auch Julia Weppler (Sopran), ein weiteres hoffnungsvolles Talent, das von Hoffmeyer unterrichtet wird. Ihr Vortrag von „Der kleine Sandmann bin ich“ aus Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ ließ die 90 Zuhörer im von Sonnenlicht durchfluteten Konzertsaal des Fachwerkgebäudes gebannt aufhorchen.

Begleitet wurden die drei Sängerinnen am Flügel von Roswitha Aulenkamp. Die international bekannte Pianistin führte mit großer Freude durch das Programm und trug maßgeblich zum Erfolg der Sängerinnen bei.

Bereits mit ihrem ersten Vortrag, der gemeinsam gesungenen „Barcarole“ aus Jacques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“, vermochten es Olbrich und Heinze, das Publikum für sich zu begeistern. Olbrich überzeugte mit Liedern wie Robert Schumanns „Widmung“, Franz Schuberts „Gute Nacht“ und „Der Lindenbaum“ aus dem Liederzyklus „Winterreise“ sowie den Einzelliedern „Der Tod und das Mädchen“ und „An die Musik“. Besonders angetan zeigte sich das Publikum von ihrer dynamisch-kraftvollen Darbietung von „L’amour est un oiseau rebelle“ aus Georges Bizets Oper „Carmen“.

Mit zwei neapolitanischen Canzonen und Operettenmelodien wie dem Liebeslied „Ich bin verliebt“ aus Nico Dostals „Clivia“ und der schwungvollen Arie „Ich bin die Christel von der Post“ aus Carl Zellers „Der Vogelhändler“ sowie dem Lied „Time to say good-bye (Con te partirò)“ von Francesco Sartori eroberte Heinze das Herz der Zuhörer.

Mit Gioacchino Rossinis „Katzenduett“ präsentierten Olbrich und Heinze am Ende des Konzertes klassische Musik von ihrer amüsantesten Seite. Der Applaus des Publikums hielt an, und so verabschiedeten sich Olbrich, Heinze und Weppler gemeinsam mit der Zugabe von Leonard Bernsteins „Tonight“.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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