Bleichen, Verblenden und gründliche Reinigung sorgen für ein strahlendes Lächeln

Schmuck für die Zähne

Schmuck: Kathrin Andräß, zahnmedizinische Verwaltungsassistentin, testet einen Schmuckstein auf einem Zahn aus. Foto: Mangold

Fritzlar. Ein strahlend schönes Lächeln wünschen sich viele Menschen. Dazu gehören gleichmäßige schöne Zähne. Doch die meisten sind von Natur aus nicht mit einem „Hollywood-Gebiss“ gesegnet. In vielen Fällen kann der Zahnarzt nachhelfen.

Beliebt ist das Bleichen der Zähne, weiß Zahnarzt Dr. Ulfert Schlotthauer aus Fritzlar. Unterschieden werde zwischen dem „home bleaching“, bei dem der Patient zu Hause das Bleichmittel über einen längeren Zeitraum anwendet, und dem Bleichen der Zähne in der Praxis, bei dem einmalig die Zähne mit einem stärkeren Bleichmittel behandelt werden. „Es ist sinnvoll, vorher beim Zahnarzt abzuklären, ob die Zähne in Ordnung sind“, sagte Schlotthauer. Denn das Bleichmittel auf Wasserstoffperoxid-Basis könne bei Karies und Parodontose Beschwerden bereiten.

Für das Bleichen zu Hause werden Abdrücke des Ober-und Unterkiefers genommen, nach denen Kunststoffschienen angefertigt werden. In diese Schienen gibt der Patient zu Hause das Bleichmittel und stülpt die Schiene täglich eine Stunde lang über die Zähne. Etwa zwei bis drei Wochen dauert eine Behandlung.

„Bei manchen Patienten verfärben sich auch nach Wurzelbehandlungen die Zähne“, sagte der Zahnarzt. Durch Umbauprozesse, bei denen sich organische Bestandteile zersetzen, kommt es zu dunklen Verfärbungen des Zahnes. In diesen Fällen kann die Füllung aufgebohrt werden und der Zahn durch Einbringen von Bleichmittel aufgehellt werden.

Wer ein schlechtes Zahnbild hat, kann seine Zähne mit Blendschalen verblenden lassen, die auf die Zähne aufgeklebt werden. Mit dem Aufbau lassen sich manche Fehlstellungen ausgleichen. Kosten: 1300 Euro für zwei Zähne. Wer richtig viel investieren möchte, kann sich einen Brilli auf die Zähne kleben lassen. Als günstigere Variante gibt es aber Schmucksteine aus Kunststoff. Nach dem Anätzen des Zahns werden die Schmucksteine aufgeklebt. Das schadet dem Zahn nicht.

Piercings im Zahnfleisch und Zungenbereich sind bei Zahnärzten nicht gerne gesehen. Die Reibung des Metalls könnte Scheuerstellen an den Zähnen und Zahnfleischrückgang verursachen.

Nicht nur der Zahnkosmetik, sondern der Zahngesundheit dient die Zahnpflege mit Ultraschall- und Pulverstrahlgeräten. „Ideal ist das bei Patienten, bei denen sich schnell Beläge auf den Zähnen bilden“, erklärte der Zahnarzt. Auch für Patienten, die zur Parodontose neigen, sei die Zahnreinigung zur Vorbeugung sinnvoll. Viele seiner Patienten kämen einmal im Jahr zur Reinigung, manche ein zweites Mal zur Entfernung des Zahnsteins. Im Anschluss an die Zahnreinigung werden die Zähne poliert und mit einem Fluoridlack geschützt.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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