Haus der Generationen: Festreden und eine Einweihungsfeier in der Kirche

Schmuckstück für alle

Hoch zufrieden: (hinten von links) Pfarrer Rainer Knoth, der stellvertretende Ortsvorsteher Heinrich Eckhardt, Bürgermeister Klaus Wagner, Architekt Thomas Schäfer, „Bauleiter“ Edgar Korth, und Ortsvorsteher Walter Berg sowie (vorne von links) Ehefrau Regina Korth, Eventplanerin Karin Richardt, Andrea Nagel und Korinna Jäger von der Arbeitsgruppe Dorferneuerung. Foto: Löwenberger/nh

Wahlshausen. Mit dem „Wahlshausenlied“ eröffnete der Chor Wahlshausen jüngst die Feierstunde zur Eröffnung des Hauses der Generationen in der direkt angrenzenden Kirche des Oberaulaer Ortsteils.

In den Festreden lobten Ortsvorsteher Walter Berg, Bürgermeister Klaus Wagner, Architekt Thomas Schäfer und Andrea Nagel von der Arbeitsgruppe Dorferneuerung des Schwalm-Eder-Kreises den Einsatz der vielen freiwilligen Helfer. 2900 Arbeitsstunden waren während der rund zweijährigen Umbauphase geleistet worden. „Das sind 121 Tage ohne zu schlafen oder vier Monate rund um die Uhr“, hatte Berg ausgerechnet, „das ist schon eine mehr als unglaubliche Leistung.“ Besonderes Lob ging an Edgar Korth.

„Bewundernswerter Einsatz“

Er habe den Umbau, die Planung und die Koordination „mit bewundernswertem Einsatz voran getrieben, und dabei sinnvoll und wirtschaftlich gearbeitet.“ Bei dem so entstandenen Schmuckstück im Ortskern handele es sich um ein Kulturdenkmal, welches in die Denkmaltopografie des Landes Hessen eingetragen werde.

Rund 210 000 Euro hat der Umbau gekostet, 126 000 davon kamen aus dem Dorferneuerungsprogramm. Auf zwei jeweils etwa 80 Quadratmeter großen Etagen entstanden im Untergeschoss ein zentraler Aufenthaltsraum mit Teeküche zur offenen Nutzung, daneben eine Art Bürgerbüro, in dem Beratungsgespräche oder Informationsveranstaltungen stattfinden können. Der alte Schulsaal im Obergeschoss wurde fast originalgetreu hergerichtet und kann ebenfalls für Gruppenveranstaltungen, Vereinssitzungen oder private Feiern genutzt werden und in dem Raum daneben soll ein Dorfarchiv eingerichtet werden. Neben dem alten Eingang wird an einem barrierefreien Zugang zum Erdgeschoss noch gearbeitet. Zusammen mit Spielplatz, Jugendraum, Kirche, Dorfplatz und Feuerwehr sei somit im Ortskern ein zentraler Treffpunkt für alle entstanden.

Was die Wahlshäuser in dem Haus, dessen Unterhalt der Heimatverein erwirtschaften muss, alles vorhaben, erläuterte Karin Richardt. So soll es regelmäßige Spieleabende geben, Kreativ- und Basteltage und Filmtage für Jung und Alt. Bücherlesungen sollen außerdem angeboten werden, und ein Bücherzimmer mit einer Tauschbibliothek.

Eine Besonderheit: In dem kleinen Beratungszimmer im Erdgeschoss findet sich in Bodenhöhe ein großes Fenster, das den Blick freigibt auf den Türstein des im Jahre 1890 geschlossenen Eingangs zur Kirche mit einem in Sandstein gehauenen Engel und historischen Inschriften.

Den Blick auf den seit 1890 durch den Anbau an die alte Schule verdeckten Türstein der evangelischen Kirche gibt zudem ein Fenster im Untergeschoss des Hauses der Generationen frei.

Von Bernd Löwenberger

Quelle: HNA

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