Einweihung der Kirche in Ellingshausen nach langjähriger Renovierung

Ein Schmuckstück für das Dorf

Licht für die Kirche: Förderkreis und Kirchenvorstand mit von links Irene Haas, Pfarrer Gottfried Müller, Gisela Brehm, Gabi Mans, Martina Nöldner, Martina Opfer, Sandra Mausehund, Helmut Schramm, Dieter Keilert, Marianne Bernhardt, Stefan Körle (VR-Bank) setzten sich für das Bauwerk ein. Foto: Mangold

Ellingshausen. Die Ellingshäuser freuen sich dieses Jahr ganz besonders auf Weihnachten: Endlich ist ihre Kirche nach der Renovierung auch im Innenraum saniert, und zum Festgottesdienst an Weihnachten kann ein Tannenbaum aufgestellt werden. In den vergangenen Jahren predigte Pfarrer Gottfried Müller im Dorfgemeinschaftshaus, dort kam keine Weihnachtsstimmung auf, berichtete Irene Haas vom Kirchenvorstand.

Mit einem Riss im Mauerwerk fing es 2007 an. Pilz und Schwamm hatten den Kirchturm und auch das gesamte Kirchendach befallen. 350 000 Euro kostete die Renovierung des marode gewordenen Gebäudes aus dem Jahr 1791. In drei Bauabschnitten wurden der Turm, das Dach und der Innenraum renoviert.

28 000 Euro Spenden sammelte der Förderkreis „Kirche Ellingshausen“. 40 Mitglieder engagierten sich, verkauften 40 Blechkuchen auf dem Hessentag. Die Kinder aus dem Dorf spendeten den Erlös aus dem Verkauf von Obst und Gemüse aus den Gärten.

Der große Einsatz der Dorfgemeinde mit 200 Einwohnern wurde belohnt, der gesammelte Spendenbetrag wurde von der Stiftung Kirchenbau verdoppelt. 52 000 Euro kamen vom Kirchenkreis Homberg, den Rest zahlte die Landeskirche. Jetzt steht die Kanzel wieder an ihrem ursprünglichen Standort. Die Sitzbänke wurden erneuert, Frauen des Kirchenvorstandes nähten die Sitzkissen dazu.

„Unter der Empore entstand neuer Raum, wo man Andachten im kleinen Kreis begehen kann“, sagte Pfarrer Gottfried Müller.

Die Kirche sei eine „Wohlfühlkirche“ geworden, meinte Prokurist Stefan Kördel von der VR-Bank Schwalm-Eder, die 5000 Euro gespendet hatte. Der Raum wirke nun hell und freundlich. Das Fenster hinter dem Altar, das in den 1950er Jahren zugemauert wurde, ist nun wieder hergestellt. „Die Kirche ist wirklich ein Schmuckstück geworden“, sagte Förderkreismitglied Doris Jasik. Mit einem festlichem Gottesdienst wurde das am Sonntag gefeiert.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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