Bei der Maisernte für die Wolfhager Biogasanlage wird modernste Technik eingesetzt

Schneeraupe im Silageberg

PC im Trecker: Bernhard Arend schickt Daten zum Hauptcomputer.

Wolfhagen. Im Fünf-Minuten-Takt, von sieben Uhr morgens bis abends um 22 Uhr, rauschen sie an: Voll beladene Erntewagen erklimmen von Treckern gezogen den riesigen Silageberg neben der neuen Wolfhager Biogasanlage, nachdem die Fahrer ihren Einsatzbefehl vom Mini-Computern empfangen haben, der im Führerhaus klemmt.

Wie eine Schneelandschaft wirkt die 80 mal 25 Meter große Fläche, auf der passenderweise eine Schneeraupe ihre Bahnen zieht und die Silage verteilt und verdichtet. In diesen Tagen wird in Wolfhagen nicht nur ein GPS-System erstmals in der Ernte eingesetzt, sondern auch umgebaute Raupen, die sonst in den Bergen unterwegs sind. Die Firma Rißeler aus Altenstädt hat mit ihren Maschinen die Ernte für die Eigentümer der Biogasanlage übernommen. „Die Schneeraupen wird man nach diesem erfolgreichen Test wohl künftig öfter sehen“, meint Alwin Rißeler.

Während nebenan der Silageberg auf sechs Meter anwächst, sitzen im Bauwagen Reinhard Knipker und Klaus Anduschus vom Maschinenring an den Computerbildschirmen und orten in Sekundenschnelle wo welcher Häcksler und welches Transportfahrzeug gerade unterwegs ist. Selbst der Fahrer der Kehrmaschine wird per Mausklick dahin beordert, wo Verunreinigungen auf der Straße beseitigt werden müssen.

„Bei Ernten in dieser Dimension kommen wir künftig um computergestützte Systeme nicht herum“, sagt Anduschus. Dadurch arbeite man nicht nur effektiver, sondern halte auch die Verkehrsbelastung gering.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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