Kabelanbieter könnte weitere Kommunen mit Breitband-Internet versorgen

Schnelle Daten übers TV-Netz

Schwalm-Eder. Eine leistungsfähige Internetverbindung gehört für Menschen in Großstädten und Ballungsräumen heute selbstverständlich zum beruflichen wie privaten Alltag. In den ländlichen Regionen Nordhessens sieht das oft noch anders aus. Auf eine Alternative zu Kupfer und Glasfaserkabel hat der Landkreis hingewiesen.

Gerade die Kabel, die in vielen Städten und Gemeinden das Fernsehprogramm ins Haus bringen, seien sehr gut geeignet, Haushalte und Betriebe mit schnellem Internet zu versorgen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Kürzlich habe dazu ein Gespräch ein Gespräch mit dem Unternehmen Unitymedia stattgefunden, an dem Mitarbeitern von Städten und Gemeinden sowie der Wirtschaftsförderung teilgenommen hätten.

Der Kabelnetzbetreiber bietet dort, wo er als Fernsehanbieter aktiv ist, auch die Aufrüstung der Netze auf den Standard DOCSIS 3.0 an, der die Versorgung mit Breitband-Internet und Telefonie ermögliche.

In Bad Zwesten, Schwalmstadt und Willingshausen biete das Unternehmen bereits Internetanschlüsse mit bis zu 150 Mbit/s als Downloadgeschwindigkeit an. In Borken, Fritzlar und Homberg sei das Kabelnetz von Unitymedia bisher noch nicht internetfähig, könnte aber nach einer entsprechenden Aufrüstung ebenso hohe Bandbreiten liefern.

Das Unternehmen zeigte sich daran interessiert, mit diesen drei Städten in Verhandlungen zu treten, und eine mögliche Aufrüstung der Netzknoten zu besprechen.

In weiteren Städten und Gemeinden bestünden kleinere Lücken in der Netzabdeckung, beispielsweise weil Baugrundstücke erst nach der Verlegung des Kabelnetzes erschlossen wurden. Auch ist das Unternehmen nach Angaben des Landkreises bereit, mit den Städten und Gemeinden zu erörtern, wie ein Lückenschluss verwirklicht werden kann.

Chance nutzen

„Vielen unserer Städte und Gemeinden fehlt bisher eine Breitbandversorgung, wie sie in dichter besiedelten Gebieten längst Standard ist. Wir sollten deshalb alle Chancen nutzen, damit wir den Anschluss nicht verlieren“, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl. (hro)

Quelle: HNA

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