Bewohner eines Hauses in Borken bekamen Unterstützung von Nachbarn und Stadt

Schnelle Hilfe nach Brand

Betreten verboten: Im Moment ist das Wohnhaus im Hainweg gesperrt. Bis es wieder bewohnbar ist, könnte es bis zu acht Wochen dauern. Foto: Hessennews.TV

Borken. Nach dem Brand eines Wohnhauses im Hainweg in Borken wohnt die Familie bei Nachbarn. Die 90-jährige Mitbewohnerin wurde vorübergehend in ein Altenheim gebracht.

Im Moment muss viel Organisatorisches geregelt werden. Unter anderem muss das Haus von einem Sachverständigen der Brandversicherung begutachtet werden. Von der Polizei kann das Haus aber erst freigegeben werden, wenn geklärt ist, ob es sich bei der Ursache tatsächlich um einen technischen Defekt handelt. Dann kann auch die Statik überprüft und der Dachstuhl wiederhergestellt werden. In der Regel dauert es bis zu acht Wochen, bis nach solch einem Brand ein Haus wieder bewohnbar ist.

Stadt hilft bei Unterkunft

Die Nachbarn der Familie halfen sofort, retteten noch einige Kleidungsstücke aus dem Haus und wuschen sie, damit die Familie das Nötigste zum Anziehen habe, so Siegfried Bank, Sprecher der Stadt Borken.

Auch die Stadt möchte der Familie helfen. Sie habe bereits angeboten, ihr eine Unterkunft zu besorgen, so Bank. Eine freie städtische Wohnung hätte aber keine Möbel, deswegen wäre auch eine Ferienwohnung denkbar. „Es sind verschiedene Alternativen möglich. Wir möchten der Familie aber auch nicht auf den Geist gehen, sondern eine Lösung finden, die sie braucht“, sagt Bank. Die Familie müsse sich erst einmal ordnen. „Der Kontakt ist da. Wir stehen Gewehr bei Fuß und sie kann sich bei uns melden, wenn sie soweit ist.“

Die Ermittlungen zur Ursache des Brandes dauern noch an. Das sagte gestern Reinhard Giesa, Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder.

Am Sonntag hatte es im überdachten Freisitz des Hauses angefangen zu brennen. Dann griff das Feuer auf den Dachstuhl über.

Vier Personen befanden sich im Haus. Verletzt wurde niemand. Die Polizei untersuchte das Wohnhaus gestern. Bisher wird vermutet, dass sich der Sachschaden auf 150 000 Euro beläuft.

Wolldecke fing Feuer

Brandursache könnte ein technischer Defekt eines Fernsehers gewesen sein. Wahrscheinlich fing eine darüber gelegte Wolldecke Feuer und löste den Brand aus. Bestätigt werden können sowohl Brandursache als auch Sachschaden aber erst, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. Das wird vermutlich heute der Fall sein.

Während des Löschens riss an der Drehleiter der Feuerwehr ein Steuerungsseil, bestätigte Kreisbrandinspektor Bernhard Stirn. Aus Homberg wurde aber schnell eine neue Drehleiter gebracht.

Nora Sonnabend

Quelle: HNA

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