Baby-Notarztwagen des Arbeiter-Samariter-Bundes wurde vorgestellt - VR-Bank spendete 1000 Euro

Schnelle Hilfe für Neugeborene durch Notarztwagen für Babys

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Alles für Früh- und Neugeborene: Michael Hillmann vom Arbeiter-Samartiter-Bund im Inneren des Wagens.

Melsungen. Seit einem halben Jahr ist der neue Baby-Notarztwagen Kassel-Nordhessen nun im Einsatz. 95-mal wurde er bisher angefordert. Seine Einsatzgebiete sind der Stadt- und Landkreis Kassel und die Landkreise Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner und Schwalm-Eder sowie angrenzende Landkreise von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Doch die Finanzierung des 187.350 Euro teuren Fahrzeuges, das vom Arbeiter-Samariter-Bund betrieben wird, ist noch immer nicht abgeschlossen. Denn im Gegensatz zu anderen Rettungsfahrzeugen, die durch die Krankenkassen finanziert werden, muss der Baby-Notarztwagen komplett aus Spenden bezahlt werden.

Zurzeit sind es etwa 24.000 Euro, die noch fehlen. Mit einer Spende von 1000 Euro hatte die VR-Bank Schwalm-Eder geholfen. „Das ist eine sehr gute Sache, die wir einfach gerne unterstützen.“, erklärte Sabine Hildebrand, Vertriebsleiterin bei der VR-Bank.

Nun präsentierte sich der Baby-Notarztwagen am Samstag in Melsungen auf dem Platz neben der VR-Bank. Michael Hillmann, Vorsitzender des Arbeiter-Samariter-Bundes im Landesverband Hessen, war mit dem Fahrzeug gekommen und erklärte die Besonderheiten des Fahrzeuges.

Der Baby-Notarztwagen transportiert einen qualifizierten Arzt, eine Intensivschwester mit spezieller Ausbildung und Erfahrung in der Versorgung früh- und neugeborener Kinder möglichst schnell und sicher zum Ort der Geburt. Dafür hat der Wagen die notwendige medizinisch-technische Ausstattung zur Versorgung und zum Transport zur nächsten Neugeborgenen-Intensivstation damit dieser sicher vonstatten gehen kann.

Der Intensivinkubator

Herzstück des Baby-Notarztwagens ist der Transport-Intensivinkubator, der aus dem Auto herausgefahren werden kann. Er ist ständig beheizt, überwacht die Vitalfunktionen des Neugeborenen und ist direkt mit einer Reihe von medizinischen Geräten im Wagen verbunden. Ebenfalls unerlässlich beim Transport der jungen Patienten ist es, möglichst jede Erschütterung zu vermeiden. Deshalb ist das Fahrzeug mit einer speziellen Luftfederung ausgestattet. Der Inkubator ist quer in der Fahrzeugmitte eingebaut, wo die Erschütterungen am geringsten sind. Außerdem verfügt der Inkubator selbst über eine besonders stoßdämpfende Liegeunterlage.

„Wir rasen mit dem Fahrzeug auch nicht zur Klinik, wie die meisten sich das vorstellen. Zum Geburtsort fahren wir natürlich schon schnell, aber wenn der Patient an Bord ist, ist es in erster Linie wichtig, den Transport möglichst sicher und erschütterungsfrei zu gestalten.“, erklärt Hillmann. Die Präsentation des Wagens in der Öffentlichkeit, wie am Samstag in Melsungen geschehen, ist besonders wichtig, um das Fahrzeug bekannt zu machen, um Menschen zu finden, die bereit sind zu spenden, aber auch um ihnen Berührungsängste zu nehmen. (zgr)

Spenden: ASB, Region Kassel-Nordhessen, Stichwort Baby-NAW, Kasseler Sparkasse, Kto.-Nr. 22 868, BLZ- 520 503 53

Quelle: HNA

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