Schnelles Internet für Beiseförth könnte 2015 kommen

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Idyllisch, aber ohne schnelle Anbindung ins weltweite Netz: Beiseförth soll eventuell bald schnellen Anschluss finden. Unser Foto zeigt den Naturbadesee und Campingplatz. Foto:  Brandau

Beiseförth. Der schnelle Weg ins Internet ist oft mit vielen Hürden und Widrigkeiten gepflastert. Das wissen längst auch die Einwohner von Beiseförth, die bislang mit eher geringem Tempo im Internet surfen können.

Doch das könnte sich bald ändern: Die Malsfelder Gemeindevertreter entscheiden am Mittwoch in einer kurzfristig einberufenen Sitzung darüber, ob sie Geld in Technik und Tiefbau investieren und einen Breitbandanschluss installieren lassen. Dann könnten die Einwohner von Beiseförth, Dagobertshausen und Elfershausen schon im ersten Quartal 2015 mit hohem Tempo im Netz unterwegs sein.

Vorangegangen war eine Initiative der Firma Schumacher: Sie hat in Gesprächen mit der Telekom die Frage abgeklopft, ob nicht im Vorwahlbereich 05664 (zu dem auch Beiseförth gehört) die selbe Breitbandgüte installiert werden könnte wie im Vorwahlbereich 05661 (Melsungen und Malsfeld).

Wenn die Gemeinde die Voraussetzungen dafür schaffen und auch Fördergeld nutzen will, muss sie die Arbeiten für Technik und Tiefbau ausschreiben lassen.

Um die 150 000 Euro werde es kosten, eine Strecke von 150 Metern aufbaggern zu lassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen, zu denen das Austauschen und Umrüsten von Kabelverzweigern gehört, sagt Bürgermeister Herbert Vaupel.

Um die Arbeiten, die Kosten und den Zeitrahmen so niedrig wie möglich zu halten, will die Gemeinde auch eine Leerrohrleitung nutzen, die zurzeit die Firma Hansa Heemann zwischen dem früheren Trinkwasserbrunnen Dagobertshausen und Malsfeld nutzt.

Für Bürgermeister Vaupel würde das eine klassische Win-Win Situation darstellen, also eine, von der alle Seiten profitieren: Die Beiseförther kämen schneller ins Internet, die Firma Schumacher hätte weniger Kosten zu schultern, da die Gemeinde ihren Teil übernimmt, die Gemeinde müsste weniger bezahlen und die Telekom würde die Kunden an sich binden. Außerdem wäre der Weg ins Netz für die Dagobertshäuser, Elfershäuser und Beiseförther so kurz und schnell wie nie. Dennoch kostet das alles viel Geld, dessen ist sich Vaupel bewusst.

Aber: „Die Frage, ob es schnelles Internet gibt, ist für viele Neuansiedlungen von wesentlichem Gewicht. Und da ist es ganz gleich, ob es um Firmen oder um Familien geht. Die neue Lösung wäre für uns ein Quantensprung in der Internetversorgung.“

Herbert Vaupel will nun bei der Wirtschaftsförderung des Kreises nachfragen, wie die Zeitschienen und Fristen aussehen. Doch zu allererst müssen die Gemeindevertreter entscheiden, ob sie die Kosten auf sich nehmen wollen. Und das tun sie am heutigen Mittwoch, 23. Juli, ab 19.30 Uhr in einer öffentlichen Sitzung im Malsfelder Rathaussaal.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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