Mengsberger setzten sich dafür ein, dass ihr Ort an Glasfasernetz angebunden wird

Schnelles Netz fürs Dorf

Karlheinz

Neustadt. Gute Nachrichten gibt es für Mengsberg: ab 2015 sollen die Bewohner des Dorfes über Glasfaserkabel schnellen Internetzugang bekommen. Nach einer Informationsveranstaltung Anfang des Monats im Rathaus Neustadt sah die Situation noch ganz anders aus. Dort hieß es, dass Mengsberg nicht von dem Ausbau profitieren wird.

„Es hat sich alles zum Guten gewendet“, sagte Ortsvorsteher Karlheinz Kurz. Die Mengsberger ließen es nicht gefallen, dass im gesamten Landkreis Marburg-Biedenkopf Glasfaserkabel verlegt werden sollten und ihr Ort davon ausgeschlossen wird.

„Wir haben für den Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft viel auf die Beine gestellt“, betonte Kurz. So war es für die Mengsberger nicht nachzuvollziehen, dass ihr Dorf auf einmal kein Breitband bekommen sollte. „Da wir doch bundesweit als lebenswerter Ort ausgezeichnet wurden“, fügte er an.

Zur Wehr gesetzt

Der Ortsvorsteher nahm Kontakt mit dem Bürgermeister, dem Landkreis und der zuständigen Firma für den Ausbau, Breitband Marburg-Biedenkopf, auf. „Wir haben uns gewehrt.“ Die Mengsberger starteten eine Unterschriftenaktion. Die Liste liegt in der örtlichen Bäckerei sowie im Lebensmittelladen aus. Die gesammelten Unterschriften legen die Mengsberger bei einer kommenden Informationsveranstaltung vor. Dort werden die Anwohner darüber ins Bild gesetzt, welchen Verlauf die Trasse von Momberg nach Mengsberg nimmt, ob sie über private Grundstücke verlaufen wird.

Voraussichtlich werden ab Herbst diesen Jahres die Glasfaserkabel verlegt, das schnelle Internet wird dann ab Winter 2015 zur Verfügung stehen, berichtet Kurz. Auch für die Betriebe vor Ort wie eine Schreinerei sei die digitale Verbindung mittlerweile unerlässlich. Ein modernes Dorf brauche einfach Internet.

• Eine Informationsveranstaltung über den Ausbau des Glasfasernetzes findet am Mittwoch, 26. März, ab 19.30 Uhr im Gasthaus Ochs in Mengsberg statt. Alle Anwohner sind dazu eingeladen.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare