Ein Täter entwischte der Polizei

Schockanrufer betrügen weiter - fünf Fälle am Mittwoch

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Warnung: Mit diesem Plakat warnt die Polizei vor Schockanrufern. Es steht auch auf www.facebook.com/HNAKassel.

Schwalm-Eder. Die Schockanrufer sind nach wie vor auch im Schwalm-Eder-Kreis aktiv. Laut Kriminalpolizei in Homberg hat es allein am Mittwoch drei Fälle in Schwalmstadt und zwei in Homberg gegeben.

Heute, 16.8., wurde in Neukirchen ein 75-Jähriger um mehrere tausend Euro erleichtert.

Die Betrüger richten sich offenbar gezielt an Menschen aus dem russischen Sprachraum. Den 75-Jährigen in Neukirchen erreichte der Anruf gegen 11 Uhr.

Der Schwindel flog auf

Dem Mann wurde erzählt, sein Sohn habe einen schweren Unfall erlitten. Der Vater solle nun einen größeren Geldbetrag bezahlen, um Schlimmeres zu verhindern.

Ein Mann holte das Geld bei ihm ab. Der Schwindel flog erst auf, als der Neukirchener sich telefonisch nach seinem Sohn erkundigt, der tatsächlich in keinen Unfall verwickelt war.

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In Homberg wäre es am Mittwoch um ein Haar gelungen, einen der Täter festzunehmen. Dort hatte ein Ehepaar ebenfalls einen solchen Angriff erhalten, den Schwindel aber durchschaut. Sie versuchten, den Mann, der das Geld abholen wollte, in der Wohnung einzuschließen und alarmierten die Feuerwehr. Der Täter flüchtete durch die Terrassentür. Der Mann wird so beschrieben: circa 30 Jahre alt, 1,85 Meter groß, kräftige athletische Gestalt, helle, mittellange Haare, helles T-Shirt, blaue Hose, farbige Sportschuhe.

In Schwalmstadt gelang der Betrug, Opfer wurde eine 62-Jährige. Als sie dem Täter gerade 1000 Euro übergeben hatte, kam ihr Sohn zu Besuch. Von diesem hatten die Betrüger gerade behauptet, er sei Opfer eines Unfalls geworden.

Der Sohn sah noch den Täter, der mit einem silberfarbenen Auto, wahrscheinlich ein Mazda, davon fuhr. Dieser Mann wird so beschrieben: 20 bis 25 Jahre alt, kurze braune Haare, dunkle Jacke, dunkle Sporthose.

Die Polizei rät dringend, nicht auf Forderungen am Telefon einzugehen, sich möglichst die Telefonnummer einzuprägen, sofern sie im Display erscheint. Sollte man zum Rückruf aufgefordert werden, rät die Polizei auch davon ab. Die Nummern würden häufig mit der Ziffernfolge 00370 für Litauen beginnen. (ode)

Hinweise: Polizei Homberg, Tel. 0 56 81/77 40.

Quelle: HNA

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