Michael Auerbach hat einen Bildband über Portale seiner Heimatstadt veröffentlicht

Schöne Türen im Blick

Ein Faible für Türen: Bildband-Autor Michael Auerbach (oben) und Stadtarchivar Clemens Lohmann schauen aus Fritzlars wohl ältester Tür am Haus Brüggemeier. Foto: Dellit

Fritzlar. Einen viel besseren Termin für die Vorstellung dieses Buches kann man sich kaum denken. Zu Beginn der Adventszeit, wenn das Lied „Macht hoch die Tür“ angestimmt wird, präsentiert Michael Auerbach seinen Bildband über Türen in Fritzlar.

„Von Türen und Portalen“, heißt das Werk des früheren Berufssoldaten. „Ich habe gerne etwas zu tun und bin interessiert“, sagt der 67-Jährige. Außerdem entwickele er an der Kamera einen gewissen Spieltrieb.

Es begann am Marktplatz

Diese beiden Eigenschaften ließen sich bei seinen Expeditionen durch das historische Fritzlar blendend kombinieren. Zuerst fiel ihm die Tür der Adlerapotheke am Marktplatz auf: eine prächtige Eichentür mit dem Wappen der Familie Steinmetz und weiteren Verzierungen. Das Interesse war geweckt. Seit 2010 unternahm Auerbach seine Streifzüge. Der Fritzlarer war nach seiner Bundeswehrzeit an der Universität Kassel Gasthörer und setzt sein Talent als Fotograf und Autor auch für die HNA ein, vor allem als Musikkritiker.

Aus den Türenbildern fertigte Michael Auerbach zunächst ein Fotobuch auf eigene Faust an, bevor er die Idee dem Geschichtsverein vorstellte. Dort fand er bei Clemens Lohmann und Alfons Brüggemeier offene Ohren und bekam Unterstützung. Der Verein gibt den Bildband nun in seiner Reihe „Beiträge zur Stadtgeschichte“ heraus.

Zur Finanzierung trugen die Kreissparkasse und die VR-Bank Schwalm-Eder jeweils 1000 Euro bei, sodass der Bildband nun für 14 Euro erworben werden kann. Aus den 100 Türen, die Auerbach fotografiert hat, wurden für das Werk 41 ausgewählt.

Ergänzt werden die Bilder durch umfangreiche Informationen über die Geschichte und die Gestaltung der Türen. Das Schwergewicht liegt auf den Eingängen von Privathäusern, aber auch die Portale von Dom und Stadtkirche, Post und Amtsgericht haben ihren Platz gefunden.

Informativer Stadtplan

Wer sich selbst einen Eindruck von der Pracht der Türen und Tore machen will, der bekommt in Auerbachs Buch einen informativen Stadtplan mitgeliefert. Auf diesem sind die abgebildeten Türen durchnummeriert und können als Rundgang bequem angesteuert werden.

Am Ende steht ein Appell des Autors: „Mögen die alten, historischen Türen in Fritzlar erhalten bleiben.“ Wer Auerbachs Buch gelesen hat, wird dem zustimmen. • Präsentation: Donnerstag, 29. November, 20 Uhr, Hochzeitshaus des Regionalmuseums Fritzlar, Eintritt: zwei Euro. • Der Bildband: Michael Auerbach, „Von Türen und Portalen“, Geschichtsverein Fritzlar, 14 Euro, ab Ende November in der Tourist Info Fritzlar und im Regionalmuseum.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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