15. Oldtimertreffen in Schwarzenborn: Raritäten und blitzendes Blech im Knüll

Schönheiten auf Rädern

Stolzer Besitzer: Reimund Töpfer war mit seinem Wartburg Camping, Baujahr 1965, aus Eisenach nach Schwarzenborn gekommen. Den Aufbau des vormals fast schrottreifen Wagens hat er komplett selbst gemacht. Fotos:  Rose

Schwarzenborn. Blitzendes Blech und jede Menge Raritäten gab es am Sonntag in Schwarzenborn zu bestaunen: Die Daimler-Benz-Freunde hatten zum 15. Oldtimertreffen in die Knüllstadt eingeladen. Bei perfektem Wetter rollten morgens ab neun Uhr die ersten Raritäten Richtung Sportplatz.

Rund um die Kulturhalle reihten sich Old- und Youngtimer ein. „Es sind wieder mehr Teilnehmer als im Vorjahr“, sagt der Vorsitzende Fred Ziegler. Bis zum frühen Mittag riss die Schlange nicht ab: 250 flotte Flitzer, tiefer gelegte Karossen und mondäne Wagen suchten sich ihre Plätzchen. „Bis zum Nachmittag werden es sicher 350 werden.“

Das schöne Wetter lockte viele Autonarren in den Knüll. Reimund Töpfer war mit seinem Wartburg Camping, Baujahr 1965, in den Knüll gekommen. 2008 hatte er den Wagen in mehreren Einzelteilen aus Heidelberg geholt. „Außer dem Rahmen war alles Schrott“, erzählt er. Den Aufbau hat der Eisenacher selbst gemacht – jetzt ist er zu Recht stolz darauf. „Manche belächeln uns und das Auto als Exoten – aber wir sind hier gut aufgenommen worden“, erzählt Töpfer.

Rainer Schneider aus Heringen ist seit 40 Jahren in Autos der Marke BMW verliebt. Sein Schmuckstück ist ein BMW 3,0 CSL, Baujahr 1972. Der rote Wagen ist eine echte Rarität: „Von dem wurden nur 1000 Stück gebaut, heute gibt es noch 120“, erklärt der Sammler. Geschätzter Wert: zwischen 120 000 und 150 000 Euro. Auch Georg Grüssung hat sein Herz verloren. An Opel. In Schwarzenborn stellte er seinen gerade erst erworbenen Opel Kadett A aus. „Den hab ich notdürftig flott gemacht, damit ich heute dabei sein kann.“ Das schmucke Stück stammt von 1964 und hat 40 PS.

Bei Live-Musik von „Green Garden“, Deftigem und Kuchen wurde noch bis in den Abend munter und eifrig gefachsimpelt.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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