Nach über zehn Jahren

Schönsteiner Ortsdurchfahrt wird endlich erneuert

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Gemeinsam für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Schönstein: von links Erster Beigeordneter Michael Stuhlmann, Bürgermeister Rainer Barth, Bundestagsabgeordneter Bernd Siebert und CDU-Fraktionsvorsitzender Philipp Vestweber. 

Gilserberg. In einem äußerst schlechten Zustand zeigt sich die Ortsdurchfahrt von Gilserberg-Schönstein. Jetzt soll alles besser werden.

Seit mehr als zehn Jahren ringen die Schönsteiner um die Sanierung der Ortsdurchfahrt in dem Gilserberger Ortsteil. Nun endlich gibt es grünes Licht. 2018 wird die L3425 in der Ortsmitte von Schönstein saniert.

Was ist bislang in Sachen Straßensanierung in Schönstein geschehen?

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h wurde erlassen, Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrszählungen in die Wege geleitet. Im Jahr 2007 erfolgte dann der zweite Vorstoß, dieses Mal im Zusammenhang mit einer Sanierung der maroden Landesstraße, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU, die sich seit vielen Jahren für die Sanierung einsetzt. Aus dem angekündigten Ausbau wurde jedoch nichts. Das Projekt wurde bis 2013 immer wieder verschoben.

Wie hat sich die CDU für die Sanierung eingesetzt?

Aufgrund des äußerst schlechten Straßenzustandes hatten der Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert, Staatssekretär Mark Weinmeister, der Kreistagsabgeordnete Michael Stuhlmann und Gemeindevertreter während eines Ortstermins im Dezember 2014 beschlossen sich gemeinsam dafür einzusetzen, dass die L3425 im Bereich Schönstein Einzug in die mittelfristige Straßenbauplanung des Landes Hessen finden soll.

Warum passierte in den folgenden Jahren wieder nichts?

Die landesweite Straßenzustandserfassung von Hessen Mobil kam zu dem Ergebnis, dass die Ortsdurchfahrt trotz schlechten Zustandes aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens keine Dringlichkeit in der Sanierung erhielt. Auch verschiedene Initiativen bei der hessischen Landesregierung und Hessen Mobil führten nicht zum gewünschten Ergebnis.

Was wurde gegen die Entscheidung unternommen?

Die Verkehrsschau im Juni 2016 wurde dann zum Anlass genommen, im Protokoll den Verkehrsnotstand festzustellen und auf den dringenden Handlungsbedarf hinzuweisen. Das Protokoll sendete der Bundestagsabgeordnete Siebert an Ministerpräsident Volker Bouffier.

Wie reagierte die Landesregierung auf den Appell?

In der vergangenen Woche antwortete die Landesregierung, dass sie sich der Einschätzung der Verkehrsschau anschließe und den Verkehrsnotstand feststellt. Zudem sei Hessen Mobil angewiesen worden, die grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt Schönstein für das Jahr 2018 in das Landesstraßenbauprogramm aufzunehmen.

Was sagt die Gemeinde zu dem Vorstoß?

!Bürgermeister Rainer Barth, Erster Beigeordneter Michael Stuhlmann und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Wolfgang Urbanek, zeigten sich hochzufrieden vom gemeinsamen Vorgehen. Barth betont, dass es nur mit vereinten Kräften der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik gelungen sei, eine zügige Sanierung für Schönstein zu erreichen.

„Die Mehrheitsfraktionen in der Gemeindevertretung haben alle Bemühungen nach Kräften unterstützt und bisweilen auch ungewöhnliche Wege gehen müssen. Nun können wir gemeinsam aufatmen“, so der Bürgermeister.

Quelle: HNA

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