Von Maddox fehlt jede Spur

Schokobrauner Labrador-Rüde wurde offenbar aus seinem Zwinger gestohlen

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Ein Familienmitglied fehlt: Thomas und Sohn Sandro Krause aus Wichdorf vermissen ihren Labrador Maddox (kleines Bild). Er wurde von Unbekannten mit einer Drohung gestohlen.

Wichdorf. Der Zwinger ist leer, das Futter unberührt. Traurig öffnet der achtjährige Sandro Krause die Tür. „Hier wohnt mein Maddox eigentlich“, sagt er traurig. Doch seit Samstagnacht ist der schokobraune Labrador aus seinem Nachtlager in Wichdorf verschwunden.

Vater Thomas Krause ist sich sicher: Der treue Begleiter wurde gestohlen. „Es muss zwischen Samstag, 20.30 Uhr, und Sonntag 8 Uhr, passiert sein. Wir hatten Maddox in den Zwinger gebracht, weil er sich in etwas gewälzt und schlecht gerochen hat“, sagt Thomas Krause. Normalerweise schläft das Tier im Haus.

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Am nächsten Morgen, als der Junge mit seinem Tier Gassi gehen wollte, sei die Tür offen gewesen. „Überall lagen Leckerchen herum. Diese Sorte benutzen wir nicht“, erzählt Krause.

An der Zwingertür hatten die Täter der Familie mit einem Edingstift eine unangenehme Nachricht hinterlassen und Konsequenzen angedroht, falls sie sich wieder einen Hund kaufen sollte.

Gerade für Sandro sei es schlimm, der Rüde sei sein treuer Begleiter. „Wir sind zusammen aufgewachsen, Maddox ist mein Hund“, sagt der Junge. Die Sache hat ihn sichtlich mitgenommen, er hat kaum geschlafen, ist aufgedreht und hat blaue Ringe unter den Augen. „Ich habe mich so aufgeregt, dass meine Nase geblutet hat“, sagt er. Er spiele gerne mit dem Tier. Der Hund sei absolut brav, laut Krause eine Seele von Hund.

Maddox

„Ich habe am Sonntag sofort begonnen, Maddox zu suchen. Ich habe bei Tierärzten nachgefragt und Plakate verteilt. Ich tue alles, damit wir ihn wieder zurückbekommen“, sagt Thomas Krause. Der Hund sei für ihn wie ein Kind. „Oft liegen Sohn und Hund im Wohnzimmer und Sandro benutzt Maddox als Kopfkissen“, so Krause. Einen neuen Hund wolle Sandro nicht, er nehme nur seinen Maddox wieder zurück. „Er bringt mir meine Turnschuhe, wenn ich es ihm auftrage“, sagt er. Verschwunden ist nicht nur der Labrador der Familie, es fehlt auch eine drei Meter lange, leuchtend orange Leine sowie eine acht Meter lange Leine aus schwarzem Nylon.

Der Labrador hat nach Angaben des 46-jährigen Halters eine Narbe am linken Hinterlauf. Wie er sagte, habe es nie Beschwerden über das Tier gegeben, das Motiv der Täter sei völlig rätselhaft. Vater Thomas Krause nimmt den kanadischen Labrador, der kleiner und drahtiger ist als ein normaler Labrador, gerne mit zur Jagd. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Verschwinden etwas mit der Jagd zu tun hat“, sagt er.

Er habe sofort Anzeige erstattet, um sein Tier so schnell wie möglich wieder zurückzubekommen. „Ich hoffe, ihm ist nichts passiert“, meint Krause und Sandro nickt heftig.

Hinweise: Polizei in Fritzlar, Tel. 05622/99660.

Von Leona Nieswandt

Quelle: HNA

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