HNA-Redakteur Olaf Dellit las am Donnerstagabend aus seinem ersten Kriminalroman

Ein Schotte unter vielen Narren

Zu Gast beim Specht: Olaf Dellit stellte den Gästen seinen ersten Kriminalroman „McLean und die Narren“ vor. Foto: Rose

Treysa. Zugegeben, welchen Stellenwert der Karneval für die Fritzlarer hat, das können Menschen aus der knapp 30 Kilometer entfernten Schwalm wohl kaum nachvollziehen. Auch der Karnevalsruf „Allewille“, der pünktlich zur Session allerorten durch die Domstadt schallt, ist und bleibt dem Schwälmer wohl eher ein Rätsel. Und wenn sich die Gäste der Gaststätte Specht auch nur mäßig mit dem Fritzlarer Karneval auskannten, so lauschten sie doch gebannt dem Krimiautor Olaf Dellit: Der HNA-Redakteur las aus seinem ersten Kriminalroman „McLean und die Narren“.

Darin löst der deutsch-schottische Privatdetektiv Ralf McLean seinen ersten Fall in Fritzlar. Und zwar – der Titel lässt es schon erahnen – zur Karnevalszeit. Die Narrenschar wird von einem morbiden Fall von Erpressung gebeutelt. Wäre es nicht schon schlimm genug, dass ausgerechnet das Kinderprinzenpaar entführt wird, fordern die Täter auch noch die Ansage des Rosenmontags-Umzuges in der Domstadt. „Ich weiß nicht, ob Sie in Treysa ermessen können, was das bedeutet“, erklärte Dellit dem Publikum mit einem Augenzwinkern. Gespickt war die spannende Jagd immer wieder mit Lokalkolorit. So wunderte es sicher keinen, dass sich die Erpresser – um anhand des aufgedruckten Datums zu beweisen, dass beide Kinder noch leben – Fotos der Opfer mit der aktuellen HNA in der Hand machen.

Whiskysorten zum Kosten

Dabei bewahrt sich Dellits Hauptfigur einen ganz eigenen Blick auf die Stadt und ihre Menschen. Das mag zum einen daran liegen, dass McLean gerade versucht, sich mit einem Whiskyladen und einer Detektei über Wasser zu halten. Zum anderen lernte der Zuhörer auch die Vorteile – und gar mannigfaltigen Sorten – des schottischen Whiskys kennen. „Die Sorten, die im Buch vorkommen, habe ich selbst probiert aber nicht alle auf einmal“, erzählte Dellit, der in Göttingen und Schottland studierte. Dazu passte die Folkmusik des schottischen Singer-Songwriter Alexander Marnie, der die Gäste bei der Verkostung der Whiskysorten unterhielt. Der Autor signierte unterdessen die frisch erworbenen Leseexemplare des Publikums. (zsr)

Quelle: HNA

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