Tatkräftig und engagiert

Schrecksbachs Jugendpflege seit Kurzem in den Händen von zwei Frauen

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Starkes Team: Schrecksbachs neue Jugendpflegerinnen Carmen Heipel (links) und Jeanette Schmidt-Hett wollen auf die Jugendlichen zugehen.

Schrecksbach. Zwei Frauen mit einer gehörigen Portion Lebenserfahrung organisieren zukünftig die Jugendpflege in Schrecksbach.

Anfang April traten Jeanette Schmidt-Hett und Carmen Heipel die Stelle in der Schwalm-Gemeinde an. Die Aufteilung auf zwei Personen habe Vorteile, findet Heipel: „So kann man mit zwei Köpfen mehr bewältigen.“

Erstmals sei man Anfang des Jahres im Büro von Dekan Christian Wachter aufeinandergetroffen, erinnert sich Carmen Heipel und sagt lachend, dass die Chemie sofort gestimmt habe: „Wenn man in so einem kleinen Team arbeitet, muss es passen.“ Beide Frauen haben Familie und Kinder und sind in der Region verwurzelt. Heipel wohnt in Liederbach bei Alsfeld, Schmidt-Hett lebt in Holzburg. Carmen Heipel studiert zurzeit noch „Soziale Arbeit“ in Hephata und absolviert parallel eine Ausbildung zum Diakon.

Provisorium im Keller

Noch müssen die Jugendpflegrinnen mit einem provisorischen Büro im Keller der Gemeinde vorliebnehmen. Für Herbst ist aber der Umzug in die im Umbau befindliche Jugendetage im Gemeindehaus geplant. Die Holzburgerin und die Liederbacherin sind pragmatisch, machen aus der Not eine Tugend und sehen es positiv. Man sei gewissermaßen von Anfang an mittendrin statt nur dabei, sagt Schmidt-Hett schmunzelnd und bringt damit das Selbstverständnis der beiden engagierten Jungendpflegerinnen auf den sprichwörtlichen Punkt: „Wir sind präsent und die Leute sind auch hier.“ Übereinstimmend loben die Erzieherinen die gute Zusammenarbeit mit den Schrecksbacher Vereinen, welche gerade im Hinblick auf Projekte wie die anstehenden Kinderferienspiele für Heipel und Schmidt-Hett eine sehr große Bedeutung hat.

Auch der Kontakt mit den beiden Trägern der Jugendpflegerstelle - die evangelische Kirche und die Gemeinde - gestaltet sich in den Augen der Frauen von Beginn an völlig unkompliziert. Sowohl Dekan Wachter, wie auch Bürgermeister Andreas Schultheis würden ihnen gegenüber sehr offen auftreten, sagt Carmen Heipel: „Wir haben nicht das Gefühl, dass uns Steine in den Weg gelegt werden.“

Aktuelles Großprojekt ist der Umbau der Jugendetage. Geplant ist eine zentrale Anlaufstelle für alle Schrecksbacher Kinder und Jugendliche mit einem zielgruppengerechten Angebot. Die Wege in der Gemeinde seien nicht weit, sagt Carmen Heipel: „Wichtig ist es, die Wünsche der Jugendlichen mit einzubeziehen.“

In der Jugendetage soll ab Herbst auch verstärkt offene Jugend- und Gruppenarbeit angeboten werden. Projektarbeit sei ihnen ganz wichtig, betonen Heipel und Schmidt-Hett. Weiterhin ist ein weiterführendes Angebot für die Konfi--Drei-Kinder und die Arbeit mit den Konfirmanden geplant.

Termin: Die offizielle Einführung der Jugendpflegerinen ist am 10. Juni um 12 Uhr an der Friedenslinde in Holzburg mit anschließendem Grillen.

Quelle: HNA

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