Videoüberwachung wohl nicht möglich

Grundschule macht der Vandalismus zu schaffen

Erwin Palatinus

Schwalm-Eder. Immer wieder nutzen Jugendliche außerhalb der Schulzeiten den Schulhof der Grundschule am Alleeplatz in Ziegenhain als Treff für Feten und Trinkgelage.

Isolde Gliemann, Leiterin der Grundschule am Alleeplatz setzt einen deutlichen Hilferuf ab: „An vielen Montagen wäre ohne die Aufräumarbeiten des Hausmeisters der Schulbetrieb komplett lahmgelegt.“

Insbesondere nach Wochenenden ist Hausmeister Erwin Palatinus stundenlang damit beschäftigt, Scherben zusammenzukehren, Ersatzteile zu beschaffen, Müll zu beseitigen („ganze Schubkarren voll“). Viele Stunden ist er mit Reparaturen beschäftigt.

Vandalismus - das ist Thema an vielen Schulen im Landkreis, sagt Jens Becker, Leiter des Fachbereichs Grundstücks- und Gebäudewirtschaft in der Kreisverwaltung. Im Vergleich zu anderen Schulen komme es allerdings wegen ihrer besonderen Lage am Alleeplatz - in unmittelbarer Nähe zu Kulturhalle, Friedhof und Kindergarten - an der Ziegenhainer Grundschule besonders häufig zu Vorkommnissen. Auch beklagen Anwohner wie Sebastian Werner und Waltraud Rink Ruhestörungen außerhalb der Schulzeiten. Der Arbeitskreis Sicherheit an Schulen, dem unter anderem der Landkreis, die Schulen und die angehören, ist derzeit auf Lösungssuche.

Videoüberwachung nicht realisierbar

Eine Videoüberwachung, wie beispielsweise an der Gesamtschule in Borken geplant, lasse sich laut Becker aus datenschutzrechtlichen Gründen vermutlich nicht durchsetzen, da der Eingang der Kulturhalle im Schulhofbereich liegt. Becker: „Wir können nicht einfach jeden filmen.“ Auch eine verstärkte Polizeiüberwachung ist aus Sicht von Polizeisprecher Reinhard Giesa nicht möglich: „Die Polizei kann eine höhere Streifenfrequenz nicht leisten.“

Grundsätzlich müsse häufiger vom Hausrecht Genbrauch gemacht werden, ist der Polizist überzeugt. Das wiederum geht nicht so einfach, sagt Doris Heinmüller, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Schwalmstadt. Denn von diesem Recht könne auf den zum Teil städtischen - und damit öffentlichen - Flächen rund um die Grundschule kein Gebrauch gemacht werden: „Hier hat jeder das Recht, sich aufzuhalten.“

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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