Pfleger gegen Rassismus

Schüler der Altenpflegeschule der Awo demonstrierten gestern gegen Ausgrenzung

+
Selbst gemalt: Am Tag gegen Rassismus zeigten die Schüler auf dem Homberger Marktplatz Flagge

Homberg. „Alle Menschen sind gleich.“- „Gebt Rassismus keine Chance.“ Das waren nur einige Sprüche, die auf den selbst angefertigten Plakaten standen, mit denen die Schüler der Altenpflegeschule der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Homberg gegen Rassismus demonstrierten.

Zwanzig Minuten lang hatten sich die 40 Freiwilligen auf dem Homberger Marktplatz positioniert, um die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Katja Heilmann, eine Klassensprecherin der Schule, hatte die Demonstration organisiert. „Wir möchten die Menschen darauf aufmerksam machen, dass sie Respekt vor allen Leuten haben müssen. Gerade in unserem Pflegeberuf müssen wir jeden Patienten pflegen, egal, wie er aussieht“, sagte Heilmann.

Rassismus habe bei ihnen keine Chance, und daran sollten sich alle ein Beispiel nehmen. Die Plakate wurden von den Schülern in Eigeninitiative in den Pausen gemalt. Die 18- bis 40-Jährigen der Klasse hatten mit Rassismus am Arbeitsplatz noch keinen direkten Kontakt. Damit dies auch so bleibt, sind sie mit ihren Plakaten an die Öffentlichkeit gegangen. Schulleiterin Dorothea Pampuch ist zufrieden mit der Aktion. „Wir wollen zeigen, dass wir gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einstehen und dass das ein aktuelles Thema ist.“

Hintergrund der Aktion ist das Massaker von Sharpeville in Südafrika. 1960 fand eine fünftägige gewaltfreie Protestaktion statt. Die Menschen demonstrierten gegen die Passgesetze. Die Polizei reagierte, indem sie in die Menge schoss. 69 Afrikaner wurden dabei getötet. Als Tag des Gedenkens wurde der 21. März von den Vereinten Nationen 1966 als Tag gegen Rassismus eingeführt.

Von Leona Nieswandt

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare