Schüler der Elisabeth-Selbert-Schule schnupperten Arbeitsluft bei Praktika

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Raus aufs Feld: Gemeinsam mit Baumschulgärtnerin Yvonne Assauer pflanzte der ESS-Schüler Alexander Teube junge Obstbäume – und hatte viel Spaß dabei.

Zierenberg. Bei den Neuntklässlern der Elisabeth-Selbert-Schule dürften in diesen Tagen in den Pausen die Gesprächsthemen ganz sicher nicht ausgehen, haben sie doch in den vergangenen drei Wochen erstmals über einen längeren Zeitraum Arbeitsluft geschnuppert und dabei viel erlebt.

Frühjahr ist Praktikumszeit an der Zierenberger Gesamtschule:Erste Berufserfahrungen sammeln, ausprobieren, was einem im späteren Leben liegen könnte. Ob Büro oder Einzelhandel, Kindergarten oder Apotheke - Möglichkeiten gibt es viele, auch im Wolfhager Land.

Für Alexander Teube ging es raus an die frische Luft, denn er sorgte gemeinsam mit den Mitarbeitern der Niederelsunger Baumschule Pflanzlust dafür, dass es schon bald überall herrlich blüht. Dass ihm beim Setzen der ersten kleinen Obstbäume dabei ordentlich Wind um die Nase pfiff, machte ihm gar nichts aus. „Ich bin wetterfest“, sagt er lachend. In der Erde buddeln, Unkraut zupfen, Bäume pflanzen - der 15-Jährige hätte nicht gedacht, dass der Job des Baumschulgärtners derart viel Anstrengung mit sich bringen würde. Und doch hatte er viel Spaß und ist sich sicherer denn je, dass sein künftiger Beruf etwas mit Natur zu tun haben soll. Und wenn die ungewohnte Arbeit im kühlen Frühlingswind doch einen Schnupfen nach sich zieht, kann er sich vielleicht bei Mitschülerin Elena Derr Rat holen. Sie nämlich hat die drei Wochen Praktikum in der Zierenberger Gieseke-Apotheke verbracht.

„Ich interessiere mich generell für Medikamente, deren Wirkung und Herstellung“, begründet Elena die Wahl ihres Praktikumsplatzes. Allerhand habe sie gelernt, vor allem, dass Arbeitstage nicht viel mit Schultagen gemein haben. „Den ganzen Tag nur herumsitzen, das geht an der Arbeit nicht“, sagt die 16-Jährige Zierenbergerin. „Das war auf jeden Fall eine wichtige Erfahrung für mich.“

Doch auch die schönen Seiten des Berufs durfte sie kennenlernen, und darum geht es Apotheker Ralf-Otto Pferdmenges, wenn er Praktikanten beschäftigt: „Ich möchte den jungen Menschen zeigen, wie schön es nach der Schule werden kann.“ Der Beruf in der Apotheke sei sehr abwechslungsreich, ob als Pharmazeutisch kaufmännische Assistentin, Pharmazeutisch technische Assistentin oder Apothekerin.

Das hat auch Elena erfahren dürfen, denn nicht nur das Kontrollieren und Einräumen von Medikamenten zählte zu ihren Aufgaben, sie durfte in der letzten Woche auch selbst in die Herstellung reinschnuppern. Aus Pfirsichkern-, Avocado- und Olivenöl hat sie ein Massageöl hergestellt.

Reichhaltig dank Kakaobutter, verführerisch duftend dank Orangenöl - genau das Richtige zum Entspannen nach drei Wochen Praktikum.

Von Sascha Hoffmann 

Quelle: HNA

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