Schüler informierten sich in Homberg über Polizei-Beruf

Gut informiert: von links Polizeioberkommissar Michael Koch, Kriminalhauptkommissar Reinhard Giesa sowie die Schüler Kristina Riemenschneider, Charley Rolke und Lukas Betlach. Foto:  V. Fischer

Homberg. Der Beruf des Polizisten scheint bei jungen Menschen sehr beliebt zu sein. Rund 6000 Bewerbungen werden bei der Polizei Hessen im Jahr eingereicht. Eingestellt werden jährlich aber nur etwa 550 neue Kräfte.

Welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen und was die Arbeit eines Polizisten genau ausmacht, erfuhren am Dienstag 34 Schüler aus dem Kreis. Anlässlich des Rotary-Berufsinformationstages öffnete die Polizeidirektion Schwalm-Eder in Homberg ihre Türen.

Kriminalhauptkommissar Reinhard Giesa stellte zu Beginn eines klar: Wer Polizist werden möchte, muss eigenständig und verantwortungsvoll arbeiten. „Im Streifenwagen fährt kein Chef mit, der sagt, was zu tun ist.“ Dann zeigte er den Mädchen und Jungen zur Einstimmung einen Film. Ob mit Hubschrauber, Streifenwagen oder bei der Spurensuche - der Job des Polizisten zeigte sich dort vielseitig.

An einigen Beispielen beschrieb Giesa, was auf die Schüler zukommen könnte, würden sie sich für diesen Beruf entscheiden. Konkret wurde er bei der Spurensicherung: Wie diese funktioniere, zeigte Giesa am Schicksal eines jungen Mädchens, das vor einigen Jahren in der Nähe von Kassel ermordet wurde. Mit Hilfe der DNA, die an der Leiche durch eine Klebetechnik sichergestellt werden konnte, wurde der Mörder überführt.

Doch um überhaupt Spuren sichern und Mörder überführen zu können, müssen Bewerber einige Voraussetzungen erfüllen: Team- und Entscheidungsfähigkeit seien elementare Eigenschaften. Auch Kommunikationsfähigkeit habe eine große Bedeutung. „Wer nicht argumentieren und sich angemessen verständigen kann, der kommt bei dem Auswahlverfahren nicht weit“, erklärte Giesa.

Seinen Angaben zufolge würden in den ersten drei Stunden des Auswahlverfahrens bereits 70 Prozent der Bewerber durchfallen. „Ich rate allen, sich schon im Vorfeld gut vorzubereiten“, riet der Polizist. Entsprechende Literatur könne dafür sehr hilfreich sein.

Wer sich bei der Polizei bewerben möchte, muss Abitur, Fachhochschulreife oder Meisterprüfung vorweisen können. Außerdem sollte der Bewerber eine Mindestgröße von 160 cm haben und nicht älter als 34 Jahre sein. Die Einstellung erfolgt mittlerweile nur noch in den gehobenen Vollzugsdienst, mit einer Studiendauer von drei Jahren an der Hochschule für Polizei und Verwaltung.

Von Viktoria Fischer

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare