Konzert in der Treysaer Hospitalskapelle

Schüler von Roswitha Aulenkamp spielten für Kinder in Not

+
Musikschüler von Roswitha Aulenkamp: In der Hospitalskapelle überzeugten die Akteure mit klassischer und moderner Musik. Foto: Rose

Treysa. Auf eine fantasievolle Klang- und Weltreise gingen am Sonntagabend die Musikschüler im Alter von sechs bis 22 Jahren der Ziegenhainer Komponistin und Pianistin Roswitha Aulenkamp. In der Treysaer Hospitalskapelle entrollte der Nachwuchs sein musikalisches Repertoire.

Eltern, Geschwister und Gäste lauschten gebannt Werken von Tschaikowsky, Bach, Beethoven, Liszt, Grieg, Dvorak und Filmmusik.

Die Konzertreihe gibt es seit 34 Jahren. Ziel der Veranstaltungen ist es, Geld für Kinder in Not zu sammeln. Der Erlös des Konzertes in der Schwalm ging zum wiederholten Male an Kinder im Südsudan Pater Stephan, Geistlicher im Kloster Himmerod, bringt die Spenden ein Mal jährlich selbst dort hin.

Im Mittelpunkt des Abends stand neben der Musik eine unterhaltsame Reiseerzählung, gesprochen von Theodor Hoffmeyer.

Die Schirmherrschaft für die Konzertreihe hat Landrat Frank-Martin Neupärtl übernommen, der das Projekt auch finanziell unterstützt. Eine schöne Überraschung bescherten zudem die Kinder der Heiligenbergschule Gensungen. Sie hatten 350 Euro für die Hilfsaktion gesammelt. Unterstützt wurde das Konzert auch von einem Berliner Pfarrer, der mit Kindern eigens zum Zuhören in die Schwalm gekommen war. Die Akteure überzeugten mit Klangvollem aus mehreren Epochen, streiften Barock wie Klassik und die Moderne: Richard Schmitt intonierte zum Thema „Kindheit“ unter anderem „Die kranke Puppe“ und ein Altfranzösisches Lied, während Anna Held - die erst seit Dezember Klavierunterricht bekommt - die Kinderszenen lebendig hielt.

Sie spielte den Froschwalzer und den Chinesentanz. Paul Oskar Schmidt widmete sich mit Dvoraks Sinfonie „Aus der neuen Welt“ dem Thema Sehnsucht. Felizia Dorn interpretierte den Rollerskate-Rock und eine Wellenmusik. Beethoven „Für Elise“ erfüllte den Raum, als Christian Schmitt am Klavier Platz nahm.

Offenbachs „Can Can“ und Mozarts Menuett waren von Philipp Schmitt zu hören. Noah Schröder wagte sich mit Bravour an Bachs C-Dur Präludium. Einen Klassiker aus der Suite „Peer Gynt“ hatte sich Andrea Gabriela Dietz für ihre Auftritt ausgesucht. Maria Wachter verabschiedete sich aus der Riege der Schüler - sie hat gerade ihr Abitur bestanden - mit eindrucksvoller und kraftvoll dargebotener Filmmusik. Den Schlusspunkt setzte Thorben Scholz mit einem Teil seines Examensprogramms.

Dynamisch, nuanciert und gefühlvoll intonierte er „In memoriam Bela Bartok“. Das Publikum erklatschte sich von ihm eine Zugabe.

Am Ende spendeten die Gäste 565 Euro für die Sudanhilfe. Der musizierende Nachwuchs war ebenfalls spendabel: Viele Kinder spendeten ihr Taschengeld.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare