Projekt der Rettungsdienste des Schwalm-Eder-Kreises ausgezeichnet – Vierter Platz

Schüler sind fit beim Helfen

Feuerwehrluft schnuppern: Das können Schüler im Schwalm-Eder-Kreis nicht nur während der Sommerferien wie hier in Homberg. Vielmehr kommen die Feuerwehrleute in die Schulen, um den Kindern zu erklären, wie beispielsweise ein Notruf abgesetzt wird. Archivfoto: Mangold

Schwalm-Eder. Das Projekt Menschen helfen Menschen, an dem 200 Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis teilnehmen, landete beim vom Bundesinnenministerium ausgeschriebenen Wettbewerb „Helfende Hand“ auf dem vierten Platz. Angetreten waren sie in der Kategorie Nachwuchs- und Jugendarbeit mit dem Ziel, das Ehrenamt bei Hilfsorganisationen zu fördern.

Finanziell ausgezahlt hat sich die Platzierung nicht, sagt Dieter Ide, stellvertretender Kreisbrandinspektor, der mit dem Feuerwehrverband Fritzlar-Homberg die Organisation übernommen hatte. Denn das Preisgeld von 7500 Euro gab es nur für den ersten Platz. Und den holte die Claus-von-Stauffenberg-Schule in Rodgau mit ihrem Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe – Brandschutz und Erste Hilfe“. Alle anderen wurden für ihren Einsatz mit einer Urkunde belohnt.

Über 200 Schüler sind dabei

Sechs Schulen im Landkreis mit über 200 Mädchen und Jungen nehmen an dem Projekt teil (siehe Hintergrund). Das Ziel: Schüler der 5. bis 7. Klassen für die Arbeit der Hilfsorganisationen zu begeistern und ihnen Verhaltensregeln für Notsituationen zu vermitteln. Deshalb machen sich die Freiwilligen der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser-Hilfsdienstes, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft sowie des Technischen Hilfswerks auf, um in den Schulen einmal pro Woche das Nachmittagsangebot zu bereichern. Begonnen hat die Arbeit vor zwei Jahren in Homberg, erinnert sich Ide. Inzwischen gibt es Kurse in sechs Schulen im Schwalm-Eder-Kreis, die mitmachen.

Acht Wochen lang unterrichten ehrenamtliche Mitarbeiter der örtlichen Hilfsorganisationen, was im Notfall zu tun ist. „Dabei halten wir den theoretischen Teil kurz, damit die Kinder und Jugendlichen während der eineinhalb Stunden viel Zeit für praktische Übungen haben“, sagt Ide. Der Unterricht reicht vom richtigen Umgang mit dem Notruf, über einen Erste-Hilfe-Lehrgang bis zum Schwimmkurs und den technischen Möglichkeiten des THW.

Lernziel: Teamgeist

Doch nicht nur um Technikbegeisterung geht es bei dem Projekt. Vielmehr sollen die Kinder und Jugendlichen auch Teamgeist kennenlernen um zu erfahren, dass Helfer keine Einzelkämpfer sind.

Begeistert von dem Projekt waren nicht nur die Schulen. Auch die Jugendlichen wählten sich gerne in die Kurse ein, so dass die 15 bis 17 Plätze schnell vergeben waren. Positiv wertete auch die Jury des Wettbewerbs den Einsatz. „Leider hat es nicht für einen Platz auf dem Treppchen gereicht“, kommentiert Ide. Das kann sich in diesem Jahr ändern. Denn: „Vielleicht bewerben wir uns mit einem anderen Projekt wieder“.

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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