69 000 Euro Prämie für Schulen, die dem Reinigungspersonal die Arbeit erleichtern

Schüler sorgen für Ordnung

Setzen sich gemeinsam für Sauberkeit ein: 71 Schulen im Kreis arbeiten am Kreisprogramm mit. Die Schulleiter nahmen den Bonus entgegen. Foto: Thiery

Schwalm-Eder. 71 von 75 Schulen im Kreis engagieren sich, um den Reinigungskräften des Kreises ihre Arbeit zu erleichtern. Sie motivieren die Schüler, vieles selbst aufzuräumen, bevor das Putzpersonal kommt. Die Schulen haben auch etwas davon: Für das Schuljahr 2011/2012 erhielten sie jetzt einen Bonus von insgesamt 69 000 Euro.

„Das ist ein Rekordergebnis“, sagte Jens Becker, beim Landkreis für die Organisation der Reinigung in den Schulen verantwortlich. Immer mehr Schulen nähmen an dem Programm des Kreises teil. Ziel sei es, die Schüler für die Ordnung im Klassenraum zu sensibilisieren und gleichzeitig effizienter zu arbeiten.

In Tafelputz-Seminaren und im Gespräch mit den Reinigungskräften würden Absprachen getroffen, wie der Klassenraum am Ende eines Schultages auszusehen habe, damit schnell geputzt werden kann.

300 Fachkräfte sind an den 75 Schulen im Einsatz. „Wir beschäftigen unsere Kräfte noch selbst“, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl. So werde das Personal noch nach Tarif bezahlt.

Das könne aber nur durch die Zusammenarbeit mit den Schulen erreicht werden, die für ihr Engagement einen Bonus bekämen. Das Programm läuft seit 2004.

Damals stand der Kreis vor der Entscheidung, die Gebäudereinigung der Schulen selbst weiter zu führen oder zu privatisieren. Er habe sich damals für die Beibehaltung entschieden. Um die Tarife weiter zahlen zu können und gleichzeitig die Qualität der Reinigung zu garantieren, wurde das Programm eingeführt, bei dem die Schüler einen Teil der Verantwortung für ihre Klassenräume selbst übernehmen, sagte Becker. 30 Prozent des Schmutzes könnten so von den Schülern selbst weggeräumt werden.

Zwei Kontrollen

Zwei Mal im Jahr kontrollieren Mitarbeiter im gesamten Landkreis die Schulen und vergeben Boni. Wenn eine Schule die Vorgaben zu hundert Prozent erreicht, bekommen Grundschulen und Förderschulen pro Schüler 4,40 Euro, alle anderen Schulen 2,90 pro Schüler, die sie für ihre Zwecke verwenden können.

66 Schulen erfüllten 2012 alle Anforderungen, vier Schulen waren gut und eine Schule im Mittelfeld.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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