Schüler gestalteten Scherenschnitte für Straßenlaternen

Homberg. Eine Standuhr, eine Frau mit langen Haaren, ein Wolf, ein Wald und vieles mehr findet man derzeit in Hombergs Altstadt wenn man genau hinschaut. Des Rätsels Lösung: An die Scheiben der Straßenlaternen hat Markus Rode märchenhafte Scherenschnittbilder angebracht.

Die haben 24 Schüler der Klasse 6b der Theodor-Heuss-Schule für die 24 Laternen entworfen. Die Ideen dafür haben sie aus den Märchen der Brüder Grimm gesammelt, denn die THS startet ein Projekt zum Grimm-Jubiläum. Die märchenhaften Laternen sollen dafür werben.

"Die Arbeit hat viel Spaß gemacht und das Ergebnis ist schön", sagt Helena. Sie hat ein Motiv aus Brüderchen und Schwesterchen entwickelt. "Das war nicht leicht", sagt sie. Schließlich mussten die Schüler die Motive nicht nur selbst entwerfen, sie haben sie auch mit einem Cuttermesser ausgeschnitten. "Das hat spätestens beim zweiten Versuch geklappt", sagt Anna.

Knifflige Arbeit

Besonders knifflig seien die Scherenschnitte, weil man dabei möglichst nur ein Mal ansetzen sollte und dann alles mit einem Schnitt erledigt werden musste. "Da braucht man viel Geduld", fügt sie an. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen, finden die Schüler, und Simon bringt es auf den Punkt: "Es ist schön, cool und wir sind stolz darauf."

Für die Pennäler steht fest, dass sie schon bald mit ihren Eltern durch die Stadt spazieren werden, um ihnen das Ergebnis zu präsentieren. Und das möglichst erst bei Einbruch der Dunkelheit, denn dann kommen die Scherenschnitte in den beleuchteten Laternen besonders gut zur Geltung.

Die Freude ist nicht nur bei den Schülern groß, auch ihre Lehrerin Dr. Jule Peters ist angetan von dem Ergebnis. Froh ist sie auch über die Unterstützung des Stadtmarketings und insbesondere die von Markus Rode von der Firma Bero, der nicht nur das technische Wissen eingebracht, sondern auch ganz praktisch bei der Umsetzung geholfen hat.

Auch das war nicht ganz einfach: "Die Vorlagen mussten digitalisiert werden und dann die passenden Folien gefunden werden, denn viele Folien kleben erst bei Plusgraden." Auch das Anbringen stellte ihn vor eine Herausforderung, denn die Glasscheiben in den Laternen sind nicht eben und haben kein Einheitsmaß. Doch wurden alle Herausforderungen gemeistert.

Jetzt ist es an den Besuchern der Altstadt, genau hinzusehen, die Motive in den Laternen zu entdecken und zu rätseln, um welche Märchen es sich genau handelt. (may)

Quelle: HNA

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