19 Mädchen und Jungen zeigten verrückte Theatervorstellung nach eigenen Ideen

Schüler unter Kannibalen

Muntere Truppe: 19 Schüler spielten Theater in den Ferien.

Wabern. Nicht zum Faulenzen nutzten diese Schüler ihre Ferien: 19 Jugendliche aus dem Schwalm-Eder-Kreis und der Umgebung präsentierten ein Theaterprogramm in der Mehrzweckhalle in Wabern. Sie hatten mit dem Jugendbildungswerk Schwalm-Eder eine Woche an einer Theaterwerkstatt in Rotenburg teilgenommen.

Die Schüler zwischen zwölf und 20 Jahren erarbeiteten ihr eigenes Theaterprogramm unter der Anleitung von drei Theaterpädagogen.

Ideen aus dem Telefonbuch

Zum Stück: Wahllos hatten die Schüler Namen aus dem Telefonbuch ausgewählt und versuchten sich zu diesen Namen Geschichten auszudenken. Drei Szenen studierten die jungen Schauspieler nach ihren Ideen ein.

Die Aufführung: „Was ist normal“ zeigte den Zuschauern, wie unser tägliches Leben abläuft, mit Gedanken und Interpretationen von jungen Schülern in Szene gesetzt. Schauspieler und Zuschauer: Carla Giesinger aus Ziegenhain war zum 4. Mal dabei. „Ich spiele gerne Theater und bin auch in der Theater-AG an der Melanchthon-Schule. Ich spiele im Posaunenchor Ziegenhain Tuba und Trompete und möchte in zwei Jahren Abi machen.“ Benjamin Schwab (18) aus Neukirchen, erfüllte die Rolle als Dr. Ferdinand von Schönfeldt mit Leben. Er wurde von seiner Freundin zum Workshop mitgenommen. „Ich bin begeistert von dieser Woche. Sie hat mir sehr viel gebracht“. Seine Zukunft sieht er aber nicht beim Theater. Er möchte gern ins Management oder Fluglotse werden.

Christine Müller-Wolff (47) aus Röllshausen: „Meine Tochter spielt das 5. Mal mit.“

Die Ergebnisse seien dazu sehr positiv. Die Kinder lernten den Umgang mit Gruppengefühl, das Selbstwertgefühl würde gestärkt und es entstünden gute Kontakte, die auch länger Bestand hätten.

Mit viel Beifall belohnten die Zuschauer die jungen Schauspieler für ihre sehenswerte Aufführung. Die 17 Mädchen und zwei Jungen bedankten sich mit einer Tanzeinlage als Zugabe.

19 Schüler spielten drei Szenen

Szene 1: Eine Reisegruppe verirrte sich im Wald und hoffte auf Rettung. Die Szenen endet mit einer Radiodurchsage: Die seit Tagen vermisste Gruppe wurde tot im Wald aufgefunden.

Szene 2: Eine fünfköpfige Mädchen-WG, nach außen völlig cool , kam in Wirklichkeit mit ihrer gelebten Scheinwelt nicht zu recht.

Szene 3: Sieben Schiffbrüchige auf einem Floß im Meer quälten sich mit dem Hunger. Es wurde demokratisch abgestimmt, wer verspeist werden sollte: Liliane traf’s.

Von Peter Büchling

Quelle: HNA

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