Schuh-Rohde entlässt ein Drittel der Belegschaft

Keine guten Nachrichten zum Jahresbeginn: 40 Mitarbeiter von Schuh-Rohde werden freigestellt. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens kann der Schuhhersteller ihre Gehälter nicht mehr zahlen.

Ziegenhain. Für 40 Rohde-Mitarbeiter ist der Start ins neue Jahr kein guter: Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird ein Drittel der Belegschaft des Ziegenhainer Schuhherstellers die Arbeit verlieren.

Damit konkretisiert Rechtsanwalt Frank Schmitt die Situation um das Unternehmen.

Schmitt wird als Insolvenzverwalter den Geschäftsbetrieb fortführen. Nach Ablauf des Insolvenzgeldzeitraums seien die Personalanpassungen unerlässlich gewesen. „Es ist sehr bedauerlich, dass wir rund 40 Mitarbeitern kündigen mussten. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens erlaubt es leider nicht, alle Arbeitsplätze zu erhalten“, erläutert Schmitt. Es gehe aber weiter darum, „möglichst vielen Mitarbeitern die Beschäftigung zu sichern und Rohde eine langfristige wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen.“

Dafür sollen die Gespräche mit möglichen Investoren in den kommenden Wochen weiter intensiviert und schnellstmöglich zum Abschluss gebracht werden. „Wir verhandeln aktuell mit mehreren strategischen Investoren, die ihr Interesse an Rohde bekundet haben“, sagt Schmitt.

Gespräche gibt es auch mit den Auftragsproduzenten in Transnistrien (Moldawien). Sie wollten keine Schuhe mehr für Rohde fertigen, weil sie kein Geld sehen. „Wir arbeiten weiter daran, die uneingeschränkte Lieferfähigkeit bei Rohde wieder herzustellen. Dafür führen wir intensive Gespräche mit unseren Geschäftspartnern“, sagt Schmitt.

2012 hatte Rohde die Produktion ins Ausland verlagert, 2007 war das Unternehmen erstmals insolvent gewesen. Davon waren damals 500 Mitarbeiter betroffen. (syg)

Quelle: HNA

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