Ergotherapie: Hephata und Verein teilen sich die Trägerschaft – Bis zu 100 Absolventen

Schulbesuch ist jetzt kostenlos

Verewigten ihre Handabdrücke zum Zeichen der Zusammenarbeit: Von links Klaus Dieter Horchem, Barbara Eschen, Herbert Helmbrecht und Iris Deisenroth. Foto: Hephata/nh

Schwalmstadt/Marburg. Hephata-Ergotherapieschule Fokus heißt künftig die Schule in Cölbe, in der parallel in drei Kursen bis zu 100 Schüler zu staatlich geprüften Ergotherapeuten ausgebildet werden.

Die gemeinsame Trägerschaft der Hephata-Diakonie und des Vereins Fokus Ergotherapie besteht seit 1. Dezember (HNA berichtete), jetzt gab es eine Feierstunde in Cölbe. „Durch die Kooperation des Vereins mit Hephata und die Anbindung an die Hephata-Klinik können Dozenten und Schüler nun in eine gesicherte Zukunft blicken“, heißt es in einer Pressemitteilung.

23-jährige Geschichte

Ausdruck eines sehr positiven Einschnitts nannte Herbert Helmbrecht, Vorsitzender des Vereins Fokus Ergotherapie, die Neuordnung. Helmbrecht erläuterte, dass die Schule seit 23 Jahren besteht.

Sie habe als erste ihrer Art in Deutschland einen Lehrplan entwickelt, der der Europäisierung in der Ausbildung Rechnung trage. Das bedeute, dass sie ihren Schülern einzelne erworbene Fähigkeiten bescheinigt, die bei einer Weiterqualifizierung, beispielsweise beim Erwerb eines akademischen Abschlusses, berücksichtigt werden können. „Es gab aber nicht nur rosige Zeiten bei Fokus“, so Helmbrecht weiter. Es habe zwar immer genügend geeignete Bewerber gegeben, aber „die Zahl derer, die das beträchtliche Schulgeld aufbringen konnten, wurde kleiner“.

Dank der Anbindung an die Hephata-Klinik werde die Schule nun aus dem Ausbildungsfonds des Landes finanziert, die Schüler müssen kein Schulgeld mehr zahlen. „Damit ist uns etwas gelungen, was an nur wenigen Ergotherapieschulen in Deutschland der Fall ist“, erläutert Helmbrecht.

Iris Deisenroth, Geschäftsführerin der Hephata-Klinik und der Hephata Ergotherapieschule Fokus, ergänzte die positive Bilanz. Als vor eineinhalb Jahren die Anfrage gekommen sei, habe man nicht lange überlegen müssen. Deisenroth: „Eine Ergotherapieschule passt hervorragend in unser Gesamtangebot.“

Hephata sehe es als Aufgabe an, in vielen Bereichen auszubilden, vor allem in den sozialen Berufen. „Weiterhin haben wir viele Ergotherapeuten beschäftigt, gerade in der Klinik wurde die Ergotherapie im Fachbereich Psychiatrie ausgebaut.“ Hephata beschäftige bereits eine ehemalige Fokus-Schülerin. Die neue Rechtsform sichere den Standort der Schule und damit die gute Ausbildung, sagte Volker Carle, Erster Cölber Beigeordneter. (aqu)

Quelle: HNA

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