Schüler der Steinwaldschule warteten am Freitag über eine Stunde bei Eiseskälte

Schulbus ließ Kinder sitzen

Freude am Mittag: Wenn die Schule aus ist, wollen die Kinder und Jugendlichen nach Hause. In Neukirchen gibt es mit den Schulbussen dann Probleme, wenn früher Schulschluss ist. Foto: Rose

Neukirchen. Carmen Benner ist stinksauer. Am Freitag gab’s auch an der Steinwaldschule in Neukirchen Zeugnisse, die Schüler durften nach der dritten Stunde nach Hause. Statt der üblichen drei Schulbusse in Richtung Oberaula/Kirchheim kam aber nur einer, und der war schon fast voll. 75 Minuten wartete die Siebtklässlerin Sarah Liese, die Tochter ihres Lebensgefährten, draußen auf den Bus. Bei minus zwölf bis 13 Grad Celsius. Auch 30 bis 35 andere Kinder waren vom Bus versetzt worden. Das ist kein Einzelfall, bestätigte die Schulleitung der Steinwaldschule.

„An solchen Tagen fahren zu wenig Busse“, sagt Carmen Benner. „Da läuft irgendwas nicht ganz gerade.“ Schon mehrmals sei es vorgekommen, dass Busse nicht kamen oder in Olberode nicht anhielten, so dass sie ihre Kinder an der nächsten Station in Oberaula abholen mussten.

Es könne nicht angehen, dass Schüler so lange auf den Bus warten müssen, gerade bei dieser Kälte. „Das war echt extrem“, sagte Carmen Benner. Sarah Liese aus Olberode wartete von 10.15 bis etwa 11.30 Uhr. Ihre Füße waren eiskalt, berichtete Brenner.

Sarah hätte zurück ins Schulgebäude gehen können, erzählt sie. Aber das Mädchen habe sich nicht getraut, weil sie fürchtete, den Bus zu verpassen. Kurz nach 11.30 Uhr kam der Bus, kurz vor zwölf Uhr war das Mädchen schließlich zuhause.

„Das trifft zu“, bestätigt Ottmar Ginzel, Mitglied der Schulleitung der Steinwaldschule, den Sachverhalt, dass nur ein Bus kam. Da herrsche „relativ großer Unmut“ in der Schule, auch bei den Lehrern, die Busaufsicht haben und wegen der Probleme mit den Bussen länger an der Schule bleiben müssen. Für die Kinder, die in in Friedigerode, Oberaula, Heddersdorf, Kirchheim wohnen, kam nur ein Bus, „und der war voll“, sagt Ginzel. Es habe gedauert, bis ein Ersatzbus gekommen ist.

Kein Einzelfall

An den Tagen, an denen nach der dritten Stunde Schluss ist, gebe es immer Probleme. Obwohl man diese Sonderfälle anmelde, müsse man an diesen Tagen immer einen Bus nachorganisieren. „Ich kann mich nicht erinnern, dass das seit den Sommerferien einmal geklappt hätte“, ärgert sich Ginzel. Jedesmal komme nur ein Bus. Der RKH organisiere einen Sonderfahrplan, „aber da scheint es einen Fehler zu geben“.

Schon mehrmals habe er den RKH darauf hingewiesen, dass das wiederholt vorgekommen sei. Am Freitag sei er sehr ungehalten gewesen. Schließlich sei das für Schüler, Eltern und für Lehrer gleichermaßen unangenehm. „Natürlich war ich sauer“, sagt Ginzel, der den Eltern geraten hat, sich auch selbst beim RKH zu beschweren.

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

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