Initiative „Mehr Zusammenarbeit für saubere Schulen“

Bonus für saubere Schulen im Schwalm-Eder-Kreis

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Halten die Schulen sauber: Neben Rainer Liese von der Berufsschule in Ziegenhain (links) packen für das Foto auch Jonathan Mand, Dr. Martin Holfeld, Annabelle Pabst (alle Theodor-Heuss-Schule, Homberg) sowie der Erste Kreisbeigeordnete Jürgen Kaufmann an. 

Schwalm-Eder. Bestnoten für Sauberkeit: Zwischen 200 und 4000 Euro Preisgeld gab es für besonders saubere Schulen, die am Projekt des Landkreises teilnahmen. 

Es ist Zeugnistag. Doch statt Schülern haben sich Lehrer aus dem Schwalm-Eder-Kreis in der Aula der Theodor-Heuss-Schule in Homberg versammelt. Die Stimmung ist gelöst, schließlich wissen sie schon, dass der Erste Kreisbeigeordnete Jürgen Kaufmann keine bösen Überraschungen parat hat: 69 Mal verteilt er eine Eins, ein Mal eine „gute Drei“, weil sich alle teilnehmenden Schulen des Kreises für die Initiative „Mehr Zusammenarbeit für saubere Schulen“ mächtig ins Zeug gelegt haben.

Seit 2004 existiert dieses Projekt des Landkreises. Nachdem viele Schulen saniert worden waren, ging es darum, einen Anreiz zum Mitmachen zu schaffen. Heute, fast 14 Jahre später, hat sich das Bonussystem längst etabliert und sorgt jedes Jahr für strahlende Gesichter.

„Bei uns wird das in den Unterricht integriert“, erklärt Dr. Martin Holfeld, der den naturwissenschaftlichen Fachbereich an der Theodor-Heuss-Schule leitet, „hinzu kommen verschiedene Projekte. Auch für Gymnasiasten ist es wichtig, dass sie lernen, ihren Dreck wegzumachen.“

Und die Schüler nehmen ihre Aufgaben durchaus ernst, was ein breites Lächeln in die Gesichter von Kaufmann und Fachbereichsleiter Jens Becker zaubert.

„Wir werden auch in den kommenden Jahren viel Geld in die Schulen investieren“, verspricht Kaufmann, der sich freut, dass die Schüler seit Jahren mithelfen, ein angenehmes Lehr- und Lernklima zu schaffen. „Die Schulen sind ja auch wichtige Räume zum Leben.“

Dass im Vergleich zum Vorjahr weniger Einrichtungen ausgezeichnet wurden, lag daran, dass sich die Teilnehmerzahl durch den Zusammenschluss der Schulen in Willingshausen und die Schließung des Standorts Lohne von 75 auf 70 reduziert hatte.

„Somit zeigt sich auch dieses Jahr, dass wir den guten Weg gemeinsam weitergehen. An einer sauberen Schule macht Lernen mehr Spaß“, sagt Kaufmann, ehe er die Schecks zwischen 200 und etwas mehr als 4000 Euro überreicht. 

Fast alle Schulen erhielten die maximal mögliche Bonussumme von 100 Prozent. Spitzenreiter war die Radko-Stöckl-Schule aus Melsungen, die 4033, 90 Euro bekam. Der Betrag wird für jede Schule anhand der jeweiligen Schülerzahl berechnet. Wie sauber die Einrichtungen sind, wird zwei Mal pro Jahr geprüft. Die Kontrolleure des Schwalm-Eder-Kreises erscheinen unangemeldet und achten unter anderem darauf, ob alle Stühle hochgestellt wurden und ob Papier auf dem Boden liegt.

Quelle: HNA

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