Die meisten Stellen gehen an die Haupt- und Realschulen

Schulen im Kreis sind mit Lehrern gut versorgt

Schwalm-Eder. Die Versorgung mit Lehrern ist so gut wie lange nicht: Trotz sinkender Schülerzahlen blieb die Zahl der Lehrer im Landkreis nahezu identisch. 1462 Lehrkräfte arbeiten in den Schulen; 1467 waren es im Jahr zuvor. 2121 Schüler weniger als im vergangenen Schuljahr besuchen die Schulen

35 Lehrer im Landkreis wurden zu Beginn des Schuljahrs durch Mehrzuweisung des hessischen Kultusministeriums eingestellt. Für den ländlichen Raum bedeute dies, dass trotz sinkender Schülerzahlen die Versorgung mit Lehrern verbessert werden könne, sagte Waltraud Credé, Leiterin des Staatlichen Schulamtes in Fritzlar. Die Schulen hätten nach Rückfrage des Schulamtes bestätigt, dass sie damit zufrieden seien.

Der Schlüssel für die Zuweisung an Lehrern habe sich im Kreis bei den geforderten 104 Prozent eingependelt. Es habe Zeiten gegeben, in denen die Abdeckung bei 80 Prozent gelegen habe, sagte Credé. Anders als in den Ballungsgebieten spiele der Sozialindex bei der Verteilung der Stellen im ländlichen Raum nur eine untergeordnete Rolle.

Die größte Teil der Stellen wurde im Bereich der Haupt- und Realschulen geschaffen. Die zusätzlichen Kräfte sollen für Projekte wie musikalische Förderung und bilingualen Unterricht eingesetzt werden, ein Nachweis müsse erfolgen. An den Gymnasien wurden wegen des Wegfalls der Doppeljahrgänge keine zusätzlichen Stellen geschaffen.

Trotz der guten Lehrer-Schüler-Relation gebe es an manchen Schulen in manchen Fächern wie Physik oder Englisch schwankenden Bedarf und auch Ausfälle des Unterrichts bei Krankheit. „Wir sind aber sehr froh, über die neue Regelung“, sagte Credé.

Wegen der sinkenden Schülerzahlen hätte es sonst zum Schuljahresende eine große Welle der Abordnung von Lehrern an andere Schulen gegeben, heißt es aus dem Schulamt. Zum Tage, Hintergrund, Seite 2

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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