Mehr Aufwand für Schulen an mehreren Standorten

Schulleitungen werden entlastet

Schwalm-Eder. Schulen im Landkreis, die sich zu so genannten Verbundschulen mit mehreren Standorten zusammengeschlossen haben, werden künftig besser unterstützt. Das teilt Landrat Frank-Martin Neupärtl mit. Die Schulleitungen erhalten mehr Stunden (genannt Deputate), in denen sie nicht unterrichten, sondern sich um organisatorische Belange kümmern können.

Der Schwalm-Eder-Kreis mit seiner ländlichen Struktur bemühe sich seit Jahren, im Grundschulbereich eine wohnortnahe Versorgung sicher zu stellen, schreibt Neupärtl. Dies habe zum Beispiel zur Bildung der „Kleeblattschule“ mit Standorten in Frielendorf-Obergrenzebach, Frielendorf-Leimsfeld, Neukirchen-Seigertshausen und Schwalmstadt-Niedergrenzebach geführt.

Von Anfang an habe der Schulträger darauf gedrungen, dass eine Grundschule mit dieser aufwändigen Organisation eine zusätzliche Unterstützung der Schulleitung benötige. „Wir haben immer betont, dass es für das Gelingen einer Verbundschule notwendig ist, an allen Standorten Ansprechpartner aus der Lehrerschaft für die Eltern, die Ortsbeiräte, die Kirchen, Vereine und Verbände zu haben“, betont der Landrat.

Für die Eltern sei es wichtig, vor Ort Beratung in allen schulischen Fragen vorzufinden. Darüber hinaus seien die Grundschulen in ihren Ortsteilen wichtige Bestandteile des kulturellen Lebens und sollten dies auch in Zukunft bleiben.

In mehreren Schreiben forderte Neupärtl von der Hessischen Kultusministerin eine entsprechende Zusage. „Unsere Beharrlichkeit hat sich jetzt ausgezahlt“, teilt er mit. Kultusministerin Dorothea Henzler habe zugesagt, in der Neufassung der Pflichtstundenverordnung eine Erhöhung der Deputate für die Schulleitung vorzusehen. Diese Entscheidung in Wiesbaden vereinfache die Diskussion um die Bildung weiterer Verbundschulen im neuen Schulentwicklungsplan des Kreises, stellt Landrat Neupärtl fest. (red)

Quelle: HNA

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