Verband Südlicher Knüll gründete sich: drei Gemeinden bauen Zusammenarbeit aus

Schultern Arbeit zu dritt

Setzen sich für Zusammenarbeit ein: Hintere Reihe: Klemens Olbrich, Klaus Wagner, Mark Weinmeister, Thorsten Steinbrecher, Dieter Groß, Heiner Stumpf. Vordere Reihe: Karl-Friedrich Emde, Heinz Grein, Veronika Backes, Bernd Hennighausen, Helmut Reich, Marianne Hühn, Wolfgang Siebert, Claus Spandau. Foto: Heist

Neukirchen/ Oberaula/Ottrau. Am Donnerstag fand die konstituierende Sitzung der Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbandes Südlicher Knüll im Neukirchener Rathaus statt. Ziel des Verbandes ist es, die kommunalen Aufgaben der Gemeinden Neukirchen, Oberaula und Ottrau auf mehreren Schultern zu verteilen.

„Ich freue mich, ein neues Kapitel aufzuschlagen“, verkündete Gastgeber Bürgermeister Klemens Olbrich. In Anwesenheit von Staatssekretär Mark Weinmeister betonte er den freiwilligen Charakter des Verbandes. Mit seinen Kollegen vom Verbandsvorstand, Klaus Wagner (Oberaula) und Heinz Grein (Ottrau), wird Olbrich künftig für die Umsetzung der Beschlüsse der Verbandsversammlung verantwortlich sein.

Der Vorstandsvorsitz wechselt jährlich unter den Bürgermeistern. Olbrich macht den Anfang. Mit der Genehmigung der überarbeiteten Verbandssatzung durch die Kommunalaufsicht in Homberg, nahm der Gemeindeverwaltungsverband Südlicher Knüll im Januar dieses Jahres die letzte Hürde.

Elf entsandte Abgeordnete aus den drei Kommunen bilden die Verbandsversammlung. Die beiden, an der Einwohnerzahl gemessenen kleineren Gemeinden, Oberaula und Ottrau, stellen jeweils drei Versammlungsmitglieder. Die Stadt Neukirchen stellt fünf, verzichtet jedoch auf die Majorität. „Wir wollen als gleichberechtigte Partner kooperieren“, sagte Olbrich, der bis Juli 2011 Vorsitzender des Verbandsvorstandes ist.

Zum Vorsitzenden der Verbandsversammlung wurde Bernd Hennighausen gewählt, der die Gemeinde Ottrau vertritt. „Der Zweckverband ist kein Selbstzweck, sondern ein Zeichen von Weitsicht und Mut“, äußerte sich Hennighausen nach seiner Wahl. Zu seinen Stellvertretern wurden Roland Köllner (Neukirchen) und Thorsten Steinbrecher (Oberaula) gewählt.

In Zeiten von Wettbewerbsdruck, finanzieller Engpässe, sinkender Einwohnerzahlen und steigender Aufgaben sieht man in den beteiligten Gemeinden die interkommunale Zusammenarbeit als eine Chance. Sie diene der Bündelung von Kompetenz und dem Erhalt von Standorten, ohne die Eigenständigkeit der Kommunen aufzugeben.

Nach der Einführung des Knüll-Boten als einem gemeinsamen Bekanntmachungsorgan und der gemeinsamen Pflege des Bahnradweges D4, wird man nun auch bei der Personalabrechnung, der Stadt-/Gemeindekasse, im Vollstreckungswesen, im Bereich der Touristik, beim Bewegungsbad und bei den Ferienprogrammen für Kinder gemeinsame Wege bestreiten.

Ein erster gemeinsamer Schritt wird der Förderungsantrag der interkommunalen Zusammenarbeit an das Land sein, für die Staatssekretär Weinmeister 75 000 Euro in Aussicht stellt.

Quelle: HNA

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