Gefahrenpunkt: Ampel an Bundesstraße führt nach Jahren weiterhin zu Diskussionen

Ein Schulweg mit Tücken

Warten auf Grün: Die Schulkinder aus Trockenbach und vom Schönberg wissen, dass sie aufpassen müssen, wenn sie die Bundesstraße täglich überqueren. Foto: Schittelkopp

Röllshausen. Die Bundesstraße 254 teilt Röllshausen in zwei Teile. Auf der einen Seiten hält der Schulbus, doch auf der anderen Seiten wohnen zahlreiche Schulkinder aus Trockenbach und Schönberg, und die müssen Tag für Tag die Straße zwei Mal überqueren. Zahlreiche Autos und Lastwagen durchqueren den Ort täglich. Und auf der hält sich nicht jeder an die innerörtliche Geschwindigkeitbegrenzung.

„Hier rast alles durch“, berichtete Ortsvorsteher Bernd Helmbold bei einer Besichtigung vergangene Woche. Mit 70 oder 80 Stundenkilometer jagen viele Fahrzeuge durch Röllshausen. Das ist Belastung und Gefahr für Anwohner und Schulkinder. Denn Lastwagenfahrer sehen die Ampel sportlich und rasen noch bei Gelb über die Anlage. Obwohl eine Warnanlage auf die Ampel aufmerksam macht.

Schulbus soll Schleife fahren

Die Grundschule Schrecksbach bietet jährlich nach den Sommerferien Verkehrserziehung an. „Dabei schauen wir uns auch die Ampel vor Ort an“, so Schulleiter Wolfram Sillmann. Im Gemeindeparlament wurde kürzlich diskutierte, dass der Schulbus auch in Trockenbach und Schönberg halten sollte (wir berichteten). Damit würde für die Schüler der gefährliche Weg über die Ampel entfallen.

Außerdem sprachen sich die Parlamentarier dafür aus, dass in den Dämmerungsstunden die Straßenbeleuchtung per Bewegungsmelder geregelt wird.

Ein weiteres Anliegen der Röllshäuser ist, dass die Grünphase für Fußgänger länger dauert - damit auch ältere Menschen die Straße in Ruhe überqueren können.

Seit mehreren Jahren ringen die Anwohner schon, dass die Situation an der B 254 entschärft wird. Da wurden Ideen einer Regelung über einen Kreisverkehr und ein Tunnelbau entwickelt, berichtete der Ortsvorsteher. Das Gemeindeparlament diskutierte jüngst wie auch bereits im Jahr 2006 die Installation einer festen Radaranlage.

Blitzer war immer zu teuer

Diese Lösung wurde jedoch aus Kostengründen niemals umgesetzt. Damals waren auch ein mobiler Blitzer, eine Geschwindigkeitsanzeige sowie eine Induktionsschleife im Gespräch: Wenn jemand zu schnell in den Ort hinein fährt, würde die Ampel auf Rot geschaltet. So müssen die jungen Schüler erst einmal weiterhin besondere Vorsicht auf ihrem Schulweg walten lassen.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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