Karnevalskomitee der Liedertafel: Narren bereiten sich auf die Prunksitzungen vor

Schunkeln mit der Spätlese

Sorgen bei den Gästen für Stimmung: von links Karl-Heinz Aringer, Dr. Gerald Näser, Reinhardt Lückert, Georg Herche, Dr. Bernd Adam, Dr. Konrad Jakobsen und Reiner Metz. Foto: Rose

Treysa. Tags sind sie Zahnarzt, Geologe oder Apotheker – doch wenn es dunkel wird, schlüpfen sieben Treeser ins Pailettensakko und singen. Seit 2003 ist die Treeser Spätlese aus dem Karneval nicht mehr wegzudenken – sind die närrischen Musiker doch Garant für fröhliche Stimmung bei den jährlichen Sitzungen des Karnevalskomitees der Liedertafel Treysa.

Karl-Heinz Aringer, Dr. Gerald Näser, Reinhardt Lückert, Georg Herche, Dr. Bernd Adam, Dr. Konrad Jakobsen und Reiner – genannt James – Metz greifen dabei gar nicht so tief in die Trickkisten. Mit guten Stimmen, frechen Texten und handgemachter Musik hat sich die Combo längst in die Herzen der Zuschauer geschunkelt. Die Gruppe gibt es in unterschiedlicher Besetzung schon seit 1988: Karnevalisten kennen sie als Sandhasen, Beigefreite oder Schoppenstecher. Als Treeser Spätlese sind die Männer seit 2003 auf der Bühne zu sehen.

In ihren Liedern und Texten orientieren sich die Musiker an populären Größen im Karneval wie Marita Köllner, de Höhner oder de Räuber aus Köln. „Wir dichten dann unsere Texte passend zum Treeser Stadtgeschehen um“, erklärt Georg Herche. Für die flotte Dichtkunst ist Brigitta Aringer verantwortlich.

Doch wer denkt, die Herren bleiben lieber unter sich, der irrt. Unterstützt wurden die Sänger auf dem Parkett bereits von Musicaldarstellerin Karin George, Countertenor Oswald Musielski und den Schwalmtalern. Die Musik kommt nie vom Band. Die Männer greifen selbst zu Akkordeon, Gitarre und Schlagzeug. „Schunkellieder dürfen aber in keiner Sitzung fehlen“, sagen sie.

120 Aktive auf der Bühne

Hinter beiden Prunksitzungen steckt viel Arbeit: „Jeder hat mehrere Aufgaben vor und hinter den Kulissen – sonst würden wir diese Qualität gar nicht bieten können“, sagt Dr. Konrad Jakobsen. 120 Aktive proben seit dem Herbst für die mindestens vierstündige Show. Dieses Spektakel vorzubereiten, ist alles andere als Klamauk. „Es ist harte Arbeit“, sagt Georg Herche. Aber er und seine Mitstreiter sagen auch: „Wir wollen nicht nur eine gute Show liefern. Wir genießen auch die Geselligkeit und den Zusammenhalt im Verein.“ HINTERGRUND

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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