Zum Schutz vor der Flut

Wasserverband Schwalm bekommt Zuschuss vom Land

+
Hochwasserschutz: 1960 trat die Schwalm auch in Treysa über die Ufer, wie diese Aufnahme vom Johannes-Falk-Haus in Hephata zeigt. Nach diesem extremen Hochwasser wurden drei Rückhaltebecken in der Region gebaut.

Treysa. Um den Schutz vor Hochwasser zu gewährleisten: In Treysa wird nun der Damm verstärkt. Staatssekretär Mark Weinmeister überreichte dem Wasserverband Schwalm einen Förderbescheid in Höhe von 230.000 Euro.

Das Land unterstützt die Erweiterung des Damms zu 83 Prozent: 278.000 Euro sollen insgesamt investiert werden.

In Treysa soll die Dammneigung abgeflacht werden, um die Sicherheit gegen Wellenschlag zu erhöhen. 40 Meter wird der Schutzwall dann am Fuß breit sein. Das Material für die Verbreiterung des Damms um zehn Meter kommt vom Tunnelbau der A 49. 23.000 Kubikmeter Erde werden so wiederverwendet.

„Das Material ist wenig wasserdurchlässig und so optimal für einen Damm, außerdem sind die Transportwege sehr kurz“, sagte Betriebsleiter Peter Kugler. Der Damm werde abgeflacht, um Wellen, die dagegen schlagen, zu brechen.

Vom Norddamm Treysa bis hin zur Höhe des Hagebaumarktes wird der Schutzwall verstärkt. Die Arbeiten sollen bis Ende des Sommers fertiggestellt sein. In Ziegenhain wurde der Hochwasserschutz bereits abgeflacht.

„Die Gefahr eines Hochwassers ist in der Bevölkerung nicht mehr präsent“, sagte Bürgermeister Dr. Gerald Näser, der als Kind selbst noch die Pegel in Schwalmstadt hatte steigen sehen.

Zuschuss: von links Mark Weinmeister, Dr. Gerald Näser, Winfried Becker und Peter Kugler vor dem Rückhaltebecken.

Doch nach wie vor sei es wichtig, regulierend auf die Wassermassen einzugreifen und die Anlagen zu erneuern. Ansonsten würden die Stadtteile regelmäßig überflutet werden. Neben dem Treysaer Hochwasserrückhaltebecken wird die Antrifttalsperre für 60.000 Euro auf ihre Sicherheit überprüft. Hessen schießt dafür 51.000 Euro hinzu. Der Wasserverband Schwalm betreibt und unterhält drei Hochwasserrückhaltebecken: in Treysa-Ziegenhain, in Heidelbach sowie die Antrifttalsperre.

Das Rückhaltebecken in Treysa wurde von 1967 bis 1972 gebaut. Hochwasser von Knüll und Vogelsberg werden dort aufgefangen und fließen langsam ab.

Das Becken war zuletzt im Januar 2011 voll gefüllt – bis zwei Meter unter der Dammkrone. „In außerordentlichen Fällen können wir noch 80 Zentimeter zugeben“, sagte Kugler.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare