Schwälmer Bier:  Produktionskosten steigen - wird jedoch nicht teurer

Treysa. Die gute Nachricht lautet: Das Bier aus der Treysaer Privatbrauerei Haaß wird in diesem Jahr nicht teurer. Das Bier herzustellen aber kostet immer mehr, berichtet Eckhard Haaß von der Schwälmer Brauerei.

Doch die Schere, die sich auftut zwischen Herstellungskosten und Verkaufspreis, kann der Geschäftsführer nicht über einen höheren Bierpreis an den Verbraucher weitergeben. „Das ist auf dem Markt nicht durchsetzbar“, sagt Eckhard Haaß.

Im Gegenteil: Die namhaften deutschen Großbrauereien korrigieren zunehmend mit Sonderangeboten ihre regulären Preise nach unten, um mit billigen Kastenpreisen die Ausstoßmengen zu stabilisieren. Und: Die Konkurrenz durch Billigbier wie das der größten deutschen Brauerei, der Oettinger-Gruppe, facht den Preiskampf weiter an.

Gleichzeitig wird sich zum Beispiel der Preis für Braugerste und Malz in diesem Jahr um bis zu 80 Prozent erhöhen. Weil viele Bauern lieber Energierohstoffe wie Mais für Biogasanlagen Anbauen, ist dieser Rohstoff knapp geworden.

In der Konsequenz hat Eckhard Haaß bei den Personalkosten sparen müssen. „Das ist die einzige Stellschraube, an der wir drehen können“, sagt der Geschäftsführer. Vier Mitarbeiter sind in den vergangenen fünf Jahren ausgeschieden. (jkö)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare