2012: Programm der Künstlerkolonie schlägt Bogen zwischen Tradition und Moderne

Die Schwälmer documenta

Kati Werkmeister

Willingshausen. Fast ist auch das schon eine Schwälmer Tradition: Das Willingshäuser Kunstjahr schlägt auch im documenta-Jahr 2012 eine Brücke zwischen dem kulturellen Erbe der Malerkolonie und der zeitgenössischen Kunst. Das Malerdorf wartet auch in diesem Jahr mit einem abwechslungsreichen Ausstellungsprogramm auf.

Eröffnet wird das Kunstjahr am Samstag, 14. Januar, mit der Ausstellung „Ich und die Wirklichkeit“, einer Gemeinschaftsausstellung von Barbara Wrede, Anett Frontzek, Michael Göbel (alle ehemalige Willingshäuser Stipendiaten) und der thüringischen Künstlerin Uta Zaumseil (siehe Artikel links).

Die Leiterin der Willingshäuser Kunsthalle am Gerhardt-von-Reutern-Haus, Kati Werkmeister, stellt das Jahresprogramm vor.

• Vom 8. März bis 20. April ist die Künstlerkolonie zu Gast in Kassel: In Kooperation mit E.ON-Mitte wird im Foyer der Unternehmensleitung ein Querschnitt durch die Geschichte der Künstlerkolonie geboten. Neben Gemälden von Carl Bantzer, Hugo Mühlig, Emil Beithan und vielen anderen werden auch Fotografien und Werke der Stipendiaten gezeigt und so der Bogen zwischen Tradition und Moderne geschlagen.

• Als besonderen Höhepunkt in diesem Jahr wertet die Kunsthistorikerin die von Prof. Bernd Küster, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel, kuratierte Ausstellung „Ludwig Knaus - Zum 102. Todestag“. Vom 17. März bis 10. Juni werden Meisterwerke des Malers, der als einer der bedeutendsten Künstler der Willingshäuser Malerkolonie gilt, in der Kunsthalle gezeigt werden.

• Die Ausstellungen der beiden Stipendiaten von 2012, Maciek Rajca und Anja Köhne, werden vom 14. Juni bis 7. Juli und vom 23. November bis 20. Dezember gezeigt.

•Vom 14. Juli bis 26. August zeigt die Vereinigung Malerstübchen eine Retrospektive der 2006 verstorbenen Künstlerin Ingeborg Mengel, die in ihren Werken die Schwälmer Tracht, aber auch Landschaften des Vogelbergs und der Schwalm festgehalten hat.

• Vom 1. September bis 28. Oktober ist die Ausstellung „Ink trifft Ludwig Emil Grimm“ zu sehen, in der die Künstlerin Ingrid Sonntag-Ramirez Ponce, kurz Iink, ihre Zeichnungen denen Ludwig Emil Grimms gegenüberstellt.

• Ab 8. Dezember präsentiert die Vereinigung Malerstübchen in Zusammenarbeit mit dem Brüder-Grimm-Museum Kassel die Ausstellung Grimms Märchen im Bild. Gezeigt werden unter anderem Arbeiten von Ludwig Emil Grimm und Albert Schindehütte.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare