Gourmetköche verwöhnten Gäste mit allerlei Köstlichkeiten im DGH Riebelsdorf

Schwälmer Kochkunst

Die Schwälmer Gourmetköche: (v.l.) Simon Karl, Klaus Lapczyna, Georg Jäckel, Dieter Klinger, Herbert Heinisch, Jochen Bauer, Klaus Raabe und Hans Schultheiß. Fotos: Decker

Riebelsdorf. Unter dem Motto „Frühlingsgenuss mit italienischem Flair“ servierten die Schwälmer Gourmetköche am Freitagabend ihren Gästen im DGH Riebelsdorf ein 7-Gänge-Menü. Einmal im Monat treffen sich seit 15 Jahren die Vereinsmitglieder, um der Kochkunst zu frönen. Die Idee, die Feinschmeckerküche auch in der Schwalm zu etablieren, brachte damals Helmut Lang aus Bayern mit.

Mittels eines Aufrufs in der HNA suchte er begeisterte Mitköche, zwölf Männer trafen sich und gründeten den Verein. Seitdem kochen sie einmal im Monat ein Menü und laden sich zum gemeinsamen Essen Gäste ein. Nach dem ersten Jahr ihrer Vereinstätigkeit mussten die Köche im wahrsten Sinn des Wortes Lehrgeld bezahlen, denn bei ihrer ersten Jahreshauptversammlung stellte sich heraus, dass ihre Ausgaben zu hoch und ihre Einnahmen zu niedrig gewesen waren. „Da musste jeder von uns zusätzlich 50 Euro auf den Tisch legen“, erinnerte sich Klaus Raabe schmunzelnd.

Kompliziert sei auch die Mengenkalkulation der einzelnen Gänge gewesen, so Raabe. Anfangs seien die Portionen oft zu reichhaltig ausgefallen, so dass die meisten Gäste bereits nach dem dritten Gang satt waren. Im Laufe der Jahre lernten sie nicht nur, die Mengen besser zu kalkulieren, sondern verfeinerten auch ihre Kochkünste. Selbstverständlich waren die Gorgonzola-Pilz-Ravioli, die beim jüngsten Kochabend auf der Speisekarte standen, handgemacht. „Zum Glück haben wir seit zwei Jahren eine Nudelmaschine“, berichtete Dieter Klinger, „denn wir lieben Nudeln, es ist jedoch eine sehr anstrengende Arbeit, den Nudelteig mit der Hand auszurollen.“

Wechselnde Küchenchefs

Da bekanntermaßen viele Köche den Brei verderben, haben die Hobbyköche sich eine genaue Organisation angeeignet. Jeweils im Wechsel bestimmt ein Mann als Küchenchef, was gekocht wird. Er stellt das Menü zusammen, kalkuliert die Mengen und kauft ein. Zwei Wochen vor dem Kochabend treffen sich die Hobbyköche und vereinbaren, wer für welchen Gang zuständig ist. „Dann können wir zuhause unsere Speise schon einmal üben“, erklärte Georg Jäckel.

Am Donnerstag vor dem Kochabend treffen sich die Männer und bereiten alles vor. „Bei uns heißt der Donnerstags auch Badetag, weil wir an diesem Abend – wenn nötig – auch die Hühnerbrühe frisch zubereiten“, so Jäckel. Am eigentlichen Kochabend treffen sie sich dann freitags um 18 Uhr und beginnen mit ihrem Werk.

Jeder Gang wird frisch zubereitet, nichts kommt auf die Wärmeplatte. Wenn um 20 Uhr die Gäste den Saal betreten, ist der Tisch von der Ehefrau des zuständigen Küchenchefs festlich geschmückt und eingedeckt.

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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